Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Anlässlich der Vernissage von «Paradiesvögel» des Kunstvereins Schichtwechsel im bis auf den letzten Platz vollen Kulturhaus Rössle in Mauren (von links): Roman Beck, Laura Hilti, Daniel Gassner, Anna Ospelt und Martin Walch. (Foto: Paul Trummer)
Kultur
Liechtenstein|12.12.2018 (Aktualisiert am 12.12.18 09:20)

Auss­tel­lung «Para­dies­vögel» als Brücke zwi­schen getrennten Welten

MAUREN - Wie steht es mit der Einhaltung der Menschenrechte in Liechtenstein? Dieser Frage geht die aktuelle Ausstellung «Paradiesvögel» des Kunstvereins Schichtwechsel nach. Vier Projekte thematisieren die Verschiedenartigkeit der Menschen und ermöglichen so wichtige Begegnungen.

Anlässlich der Vernissage von «Paradiesvögel» des Kunstvereins Schichtwechsel im bis auf den letzten Platz vollen Kulturhaus Rössle in Mauren (von links): Roman Beck, Laura Hilti, Daniel Gassner, Anna Ospelt und Martin Walch. (Foto: Paul Trummer)

MAUREN - Wie steht es mit der Einhaltung der Menschenrechte in Liechtenstein? Dieser Frage geht die aktuelle Ausstellung «Paradiesvögel» des Kunstvereins Schichtwechsel nach. Vier Projekte thematisieren die Verschiedenartigkeit der Menschen und ermöglichen so wichtige Begegnungen.

«Ich habe oft geweint», aufgeklebte Ausschnitte aus Interviews mit «Care-Migrantinnen» des Projekts «Who cares?». Während des Lesens fragte eine Frau, die für das Projekt «Paradiesvögel» porträtiert wurde, «ist das wirklich wahr?» Es begann eine Unterhaltung über Trauer, Freude, Hoffnung – Emotionen, die wir alle gemeinsam teilen. «Man muss schon etwas für die Menschen tun», sagte sie. Berührender hätte eine Begegnung bei der Vernissage der Ausstellung des Kunstvereins Schichtwechsel im Kulturhaus Rössle in Mauren am Tag der Menschenrechte nicht sein können. Laura Hilti, Patricia Bachmann und Cornelia Wolf begrüssten die Gäste im berstend vollen Rössle. «Wie steht es mit der Einhaltung der Menschenrechte in Liechtenstein? In Absprache mit dem Verein für Menschenrechte haben wir uns auf die Suche nach erwähnenswerten und verbesserungswürdigen Situationen gemacht», erläuterte Hilti. Walter Kranz vom Verein für Menschenrechte zitierte in seinen Grussworten den 1. Artikel aus der Menschenrechtskonvention. Vivien Gertsch von Amnesty International blickte mit Sorge auf die internationale Situation.

Vom Umgang mit Begegnungen

Anlass für das Projekt «Paradiesvögel» war die Frage, ob Menschen mit und ohne Behinderung wirklich gleichgestellt sind. Dafür öffnete das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) die Türen des Birkahofs in Mauren. Fotograf Daniel Gassner, Autorin Anna Ospelt und Illustrator Roman Beck porträtierten die Bewohner, Lehrlinge und Betreuer. Rebecca Marxer Näscher, Leiterin des HPZ, gestand ihre anfängliche Skepsis, ob die Menschen nicht vorgeführt würden, sondern würdevoll dargestellt: «Die Künstler haben den Menschen eine Stimme, ein Herz und eine Seele gegeben». Die drei Kunstschaffenden beschrieben ihre Nervosität vor dem ersten Besuch im Birkahof, die herzliche Aufnahme und das Kennenlernen einer neuen Welt. Beck berichtete offen, dass er zuvor noch nie Menschen mit Behinderungen begegnet sei. Irritationen, wer ist Angestellter, wer Bewohner? Seine 36 Illustrationen zeigen den Umgang mit Begegnungen vom raschen Hoi bis zur Umarmung fremder Menschen. Ospelt beschrieb, dass ihr der Besuch im Birkahof einen neuen Blick auf die Gesellschaft ermöglicht habe: «Fragen, was normal ist, nicht normal ist, haben sich relativiert.» Elhan Zulji erzählte eindrücklich von seinem Leben im Birkahof, seiner Anlehre und dem Wunsch, sich weiterzubilden.

Beschäftigung mit Menschenrechten

Plus - Artikel

Sie erwarten 3 Absätze und 572 Worte in diesem Plus-Artikel.
(mk)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Kultur
Liechtenstein|21.04.2019
Der Osterhase, ein Fabelwesen als Träger eines christlichen Symbols
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung