Zelebrierten den Festakt „250 Jahre Pfarrei“ (von links): Pfarrer Josef Lampert (Gastprediger), Josef Eberle, Leander Schädler, Bischof Wolfgang Haas, Erbprinz Alois, Erbprinzessin Sophie, Nadia und Christoph Beck und Pfarrer Georg Hirsch. (Fotos: Michael Zanghellini)
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Liechtenstein|09.12.2018 (Aktualisiert am 09.12.18 12:23)

Triesenberg feierte 250 Jahre Pfarrei

TRIESENBERG - Bis 1768 gehörte die Gemeinde Triesenberg zu den Pfarreien Schaan und Triesen. Erst damals, vor 250 Jahren, erhielten die "Bärger" ihre eigene Pfarrkirche. Ein Jubiläum, dessen in den vergangenen Monaten auf verschiedenste Weise gedacht wurde. Am Samstag schliesslich fand der offizielle Festakt mit prominenten Gästen statt.

Zelebrierten den Festakt „250 Jahre Pfarrei“ (von links): Pfarrer Josef Lampert (Gastprediger), Josef Eberle, Leander Schädler, Bischof Wolfgang Haas, Erbprinz Alois, Erbprinzessin Sophie, Nadia und Christoph Beck und Pfarrer Georg Hirsch. (Fotos: Michael Zanghellini)

TRIESENBERG - Bis 1768 gehörte die Gemeinde Triesenberg zu den Pfarreien Schaan und Triesen. Erst damals, vor 250 Jahren, erhielten die "Bärger" ihre eigene Pfarrkirche. Ein Jubiläum, dessen in den vergangenen Monaten auf verschiedenste Weise gedacht wurde. Am Samstag schliesslich fand der offizielle Festakt mit prominenten Gästen statt.

Mariä Empfängnis bildete den würdigen Rahmen für die Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der Pfarrei Triesenberg. Eröffnet wurde der Gedenkanlass durch eine Messe, zelebriert von Erzbischof Wolfgang Haas, in der Pfarrkirche St. Josef, bevor die Gäste sich zum offiziellen Festakt in den Gemeindesaal begaben. Umrahmt von Darbietungen der Harmoniemusik, der Kindertanzgruppe der Trachtengruppe und des Schülerchors, hielten Vorsteher Christoph Beck und Pfarrer Georg Hirsch ihre Ansprachen.

Triesenbergs Pfarrer Georg Hirsch.

Von Fürst Josef Wenzel gestiftet

„So kurz vor Weihnachten hört man oft den Satz: ‚Jetzt ist schon wieder ein Jahr vorbei‘“, leitete der Triesenberger Pfarrer seine Rede ein. „Was soll man da erst angesichts des grossartigen Jubiläums von 250 Jahren sagen?“ Es handle sich um eine Zeitspanne, die sich kein Mensch vorstellen könne, aber gleichzeitig auch um ein wunderbares Ereignis. Sein Danke dafür gelte Gott, aber auch dem Fürsten Josef Wenzel, der die erste Pfarrpfründe gestiftet und 7000 Gulden an den Bau der Pfarrkirche gegeben habe. „Angesichts dieser Vorgeschichte möchte ich auch dem Erbprinzenpaar herzlich für seine Teilnahme am Festakt danken“, sagte Georg Hirsch. Er wolle es aber auch nicht versäumen, allen anderen zu danken, die zu den gelungenen Feierlichkeiten beigetragen hatten. „Es ist faszinierend zu sehen, wie am Berg alle zusammenarbeiten.“

„Vor der Zukunft nicht bange“

Ohne Kirche müsste Triesenberg auf viele schöne Feste verzichten, hielt der Pfarrer fest. Angefangen von den Taufen über die kirchlichen Feiertage bis hin zu den Rorate-Messen in der Adventszeit. „Es freut mich sehr, dass daran trotz der frühen Morgenstunde, des teilweise weiten Wegs und des kalten Wetters jedes Mal 200 Gläubige teilnehmen. Jeder Vierte davon ist jünger als zwölf Jahre. Angesichts dessen ist mir vor der Zukunft der Pfarrei nicht bange und ich bin mir sicher, dass sie noch viele Jahrzehnte bestehen wird. Einige von euch Jubiläumsgästen werden vielleicht sogar das 300-jährige Bestehen mitfeiern können. Gott und der Heilige Josef werden dafür ihren Segen spenden.“

Vorsteher Christoph Beck.

„Der Mindeste vor dem Fürnembsten“

Vorsteher Christoph Beck ging in seiner Ansprache auf die weltliche Bedeutung der Pfarreigründung ein. Vor dem Jahr 1768 sei Triesenberg geteilt gewesen in die Weiler, deren Bewohner nach Schaan in die Messe gehen mussten, und jene, die nach Triesen zu gehen hatten. „Weite, manchmal gefährliche Wege, die bei jedem Wetter zurückgelegt werden mussten. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen“, sagte Christoph Beck. Zur Finanzierung der Pfarreien mussten die Triesenberger damals beitragen und dennoch waren sie den Einwohnern von Schaan und Triesen nicht gleichgestellt. Besonders deutlich habe sich dies bei den Opfergängen in Triesen gezeigt, „wo selbst der Fürnembste am Berg dem Mindesten von Trisen den Rang und Vorgang lassen musste“, zitierte der Vorsteher aus der bereits im März veröffentlichten Jubiläumsschrift.

Der Mensch im Mittelpunkt

Mit der Gründung der Pfarrei habe Triesenberg einen richtigen Treffpunkt in der Dorfmitte erhalten. Der Mensch sei in den Mittelpunkt gestellt worden und die Kirche zu den Gläubigen gekommen. „Ein Meilenstein, ein Aufbruch und ein grosses Zusammengehörigkeitsgefühl“, fasste Christoph Beck zusammen und bedankte sich ebenfalls herzlich bei allen, die zum Gelingen des Jubiläumsjahres beigetragen hatten.

Die Kindertanz­gruppe der Trachten­gruppe zeigte ihr Können.
(hb)

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