Vermischtes
Liechtenstein|06.12.2018 (Aktualisiert am 06.12.18 14:51)

Der Niko­laus im Walde bringt Kin­deraugen zum Strahlen

SCHELLENBERG - Jedes Jahr wieder begeistert der Nikolaus im Walde nicht nur unzählige Kinder – auch die Eltern sind fasziniert von der liebevoll gestalteten Atmosphäre.

SCHELLENBERG - Jedes Jahr wieder begeistert der Nikolaus im Walde nicht nur unzählige Kinder – auch die Eltern sind fasziniert von der liebevoll gestalteten Atmosphäre.

Unzählige Lichtlein, geschmückte Tannen, ein Feuer und natürlich gute Verpflegung sorgen für ein stimmungsvolles Ambiente im Schellenberger Wald. Der Nikolaus mischt sich unter die Besucher, verteilt Lebkuchen und Mandarinen und beantwortet die neugierigen Fragen der Kinder – schliesslich bekommt man ihn und sein eigenes Häuschen mit Tisch und Bett nicht alle Tage zu Gesicht.
Schon seit 17 Jahren wird der Nikolaus im Walde vom Pferdeverein Mauren organisiert. Der ursprüngliche Gedanke war damals, dass nicht wie gewohnt der Nikolaus zu den Kindern nach Hause kommt, sondern dass die Eltern und Kinder die Möglichkeit haben, den Nikolaus in seinem Zuhause im Wald zu besuchen. Im Laufe der Jahre musste die Veranstaltung Nikolaus im Walde vergrössert werden, da sie an Beliebtheit stark zunahm und immer mehr Besucher kamen. Waren es in den ersten Jahren noch hauptsächlich Besucher aus Liechtenstein, so kamen im Laufe der Jahre durch Mundpropaganda auch Besucher aus Österreich, der Schweiz – ja sogar aus dem süddeutschen Raum reisten einige Familien extra an, um dem Nikolaus einen Besuch abzustatten. «In diesen fünf Tagen kommen circa 2000–4000 Leute hierher», so Marcel Hermann, Präsident des Pferdevereins Mauren. Bis jetzt haben die Organisatoren nur positive Erfahrungen machen können. «Wir hoffen, wir können den Menschen noch ein paar Jahre eine Freude mit dem Nikolaus im Walde bereiten.»

Tag der offenen Tür - auch das Häuschen des Nikolaus darf man betreten. (Foto: Lucia Kind)

Eltern färben auf Kinder ab

Auf die Frage, ob es mehr brave oder weniger brave Kinder dieses Jahr gab, meinte der Nikolaus, es gäbe nur brave Kinder auf der Welt. «Die Eltern sind nicht immer so brav, was dann manchmal auf die Kinder abfärbt», so der Nikolaus. Am häufigsten fragen ihn die Kinder nach dem Schlitten und den Rentieren. «Meine Antwort lautet dann meistens: Es ist bei uns zu warm für die Rentiere, bei uns ziehen die Esel den Schlitten.» Ein eindrückliches Erlebnis, das er vor ein paar Jahren machen durfte, war die Begegnung mit einem 12-jährigen Jungen, der an der Existenz des Nikolauses zu zweifeln schien. Er fragte, ob Bart und Haare des Nikolauses echt seien. «Kannst du dir denn vorstellen, mit einem solchen Bart eine Tomatensuppe zu essen?», entgegnete der Nikolaus. Später kam der Junge wieder und wollte wissen, wie er denn gerade noch bei ihm zu Hause gewesen war und jetzt so schnell wieder im Wald sein kann. «Der heilige Nikolaus kann nicht überall gleichzeitig sein, er hat viele Helfer auf der ganzen Welt, die in seinem Namen von Haus zu Haus gehen», erwiderte er. Daraufhin umarmte ihn der Junge und meinte: «Du bist der richtige Nikolaus.»
«Für mich ist es das Schönste, wenn ich die Freude der Kinder sehen kann, wenn auch die Eltern strahlen, die Stimmung geniessen und einfach zufrieden sind», so der Nikolaus.

Im Wald verteilt der Nikolaus Lebkuchen an die Kinder. (Foto: Lucia Kind)

Der Nikolaus im Walde kann heute und morgen noch im Schellenberger Wald besucht werden. Von der Bushaltestelle «Sägaplatz» ist ein Fussmarsch von ca. 20 Minuten einzurechnen.

(rö)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Vermischtes
Liechtenstein|14.12.2018 (Aktualisiert am 14.12.18 17:48)
Post erwischt den falschen Beck - und sagt sorry
Liechtensteiner Volksblatt AG
© 2018, Alle Rechte vorbehalten.
Volksblatt Werbung