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Adventskalender
Liechtenstein|06.12.2018

6. Dezember: Chinesische Weihnacht

Die vorweihnachtliche Stimmung, die vielen Weihnachtsmärkte, Geschenke, das gute Essen und vor allem, Zeit mit der Familie zu verbringen, Weihnachten ist wohl das beliebteste Fest aller Christen rund um die Welt. So drangen auch westliche Bräuche bis nach China, obwohl Weihnachten dort kein traditioneller Feiertag ist.

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Die vorweihnachtliche Stimmung, die vielen Weihnachtsmärkte, Geschenke, das gute Essen und vor allem, Zeit mit der Familie zu verbringen, Weihnachten ist wohl das beliebteste Fest aller Christen rund um die Welt. So drangen auch westliche Bräuche bis nach China, obwohl Weihnachten dort kein traditioneller Feiertag ist.

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Nur ein sehr geringer Anteil, etwa zwei bis sechs Prozent der Bevölkerung, dort ist christlich. Trotzdem sind viele Chinesen auch schon ab November im Weihnachtsfieber. Die Kaufhäuser sind wie bei uns schon Wochen zuvor mit weihnachtlichen Aktionen und Dekorationen ausgestattet. Traditionen wie Weihnachtsmärkte, Gottesdienste, Geschenke etc. werden übernommen – die wenigsten kennen jedoch den Grund hinter diesem Fest.

Kaum ein Chinese weiss, dass an Weihnachten der Geburtstag von Jesus gefeiert wird. Vielmehr ist es zu einem beliebten Trendfest geworden, der religiöse Bezug wird bei den wenigsten zelebriert. Während der älteren Generation dieses Fest grösstenteils noch als «Ausländer-Fest» bekannt ist, lebt es die jüngere Generation umso mehr aus. Anders als bei uns, wo die meisten über die Weihnachtstage frei haben und das Fest im Kreise der Familie zu Hause feiern, geht in China der Schul- und Arbeitsalltag ganz normal weiter. An Heiligabend steht für viele Chinesen auch Shoppen im Mittelpunkt, während abends häufig mit Freunden gefeiert wird. Sehr viele verbinden mit dem Fest etwas Romantisches. Da Weihnachten das Fest der Liebe ist, wird es für junge Paare in China oft zu einem zweiten Valentinstag.

Mit der Zeit haben die Chinesen dem Weihnachtsfest auch ihren ganz eigenen Stempel aufgedrückt. So wurden neue Bräuche hinzugefügt. Sie schenken sich beispielsweise untereinander häufig bunt dekorierte Äpfel – woher das kommt? Ganz einfach: Während «Heilige Nacht» auf chinesisch «pinganye» und somit sichere und friedliche Nacht bedeutet, ist die Übersetzung von Apfel «pingguo» und bedeutet: das Obst, das Sicherheit gibt. Durch diese Ähnlichkeit der Wörter ist der Brauch entstanden.

(rö)

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