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Während für die dritte Ausbauetappe immer noch die Umweltverträglichkeitsprüfung läuft, soll nun die Gestaltung der Westflanke vorgezogen werden. (Foto: Michael Zanghellini)
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Liechtenstein|30.11.2018

Ausbau der Deponie «Im Rain»: UVP neigt sich langsam dem Ende zu

VADUZ - Die Umweltverträglichkeitsprüfung zur dritten Ausbauetappe der Deponie «Im Rain» neigt sich nach langem Instanzenzug langsam dem Ende zu. Derweil wird es in der Vaduzer Deponie bereits wieder eng.

Während für die dritte Ausbauetappe immer noch die Umweltverträglichkeitsprüfung läuft, soll nun die Gestaltung der Westflanke vorgezogen werden. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Die Umweltverträglichkeitsprüfung zur dritten Ausbauetappe der Deponie «Im Rain» neigt sich nach langem Instanzenzug langsam dem Ende zu. Derweil wird es in der Vaduzer Deponie bereits wieder eng.

Vor fünf Jahren erteilte die Regierung der dritten Etappe zur Erweiterung der Vaduzer Deponie «Im Rain» grünes Licht, sie sah die Umwelt durch das Projekt nicht gefährdet. Die Liechtensteinische Gesellschaft für Umwelt (LGU) reichte dagegen Beschwerde ein und zog diese über mehrere Instanzen, weil im Umweltbericht nicht aufgezeigt wurde, wie das Projekt in allen wesentlichen und erheblichen Aspekten umweltverträglich umgesetzt werden kann. Kritisch sah die LGU vor allem das geplante Kompartiment zur Ablagerung von Inertstoffen: Es sei nicht geklärt, wie dieses abgedichtet werden kann, damit kein Sickerwasser ins Grundwasser gelangt. Schliesslich entschied der Verwaltungsgerichtshof im Dezember 2016, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) neu durchgeführt werden muss. Die Gemeinde Vaduz musste den bestehenden Umweltverträglichkeitsbericht ergänzen und aufführen, wie die Abdichtung des Bauabfallkompartiments ausgeführt wird. Dem kam die Gemeinde nun nach, der entsprechende Ergänzungsbericht ist derzeit auf der Website des Amts für Umwelt (AU) einzusehen.

LGU prüft Bericht

Bei der LGU wird dieser Bericht in den nächsten Wochen eingehend studiert, wie Geschäftsführerin Monika Gstöhl auf «Volksblatt»-Anfrage informierte. Sie geht davon aus, dass die Anmerkungen der Organisation aufgenommen wurden. Diesen Eindruck habe sie zumindest in bisherigen Gesprächen mit den Verantwortlichen gewonnen. Bis Mitte Januar hat die LGU noch Zeit, um dazu eine Stellungnahme einzureichen. Dann entscheidet die Regierung nochmals über die Umweltverträglichkeit des Projekts – auch gegen diesen Entscheid könnte theoretisch nochmals Beschwerde eingelegt werden. Auszugehen ist davon aus heutiger Sicht allerdings nicht.

Platzmangel dank Hochkonjunktur

Während die UVP zur dritten Etappe also noch nicht ganz abgeschlossen ist, werden nun bereits neue Ausbauten nötig. Da auf der Deponie langsam der Platz für unverschmutzten Aushub ausgeht, plant die Gemeinde Vaduz die Endgestaltung der Westflanke vorzuziehen, um neuen Raum zu schaffen.

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(df)

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