Politik
Liechtenstein|30.11.2018

Balzner Dorfplatz soll bis zu 11,5 Millionen Franken kosten

BALZERS - Die südlichste Gemeinde will ihren Dorfplatz neu gestalten (das "Volksblatt" berichtete). Anfang November gab der Balzner Gemeinderat das Startsignal für den Architekturwettbewerb, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Sitzungsprotokoll vom 7. November hervorgeht. In einer ersten Schätzung geht die Gemeinde von Kosten in Höhe von 10,5 bis 11,5 Millionen Franken aus.

Im Zuge der Vorbereitungsarbeiten zum Wettbewerb wurde der Finanzbedarf für den neuen Dorfplatz mit Tiefgarage geschätzt. Nach aktuellem Planungsstand betragen die Gesamtkosten 10,5 bis 11,5 Millionen Franken, heisst es aus dem Protokoll. Für die Tiefgarage sind davon derzeit 6,5 bis 7 Millionen Franken geplant, allerdings ist der geotechnische Bericht noch offen, weshalb es hier noch zu Verschiebungen kommen kann. Der Baukredit wird erst nach Ausarbeitung des Vorprojektes ermittelt. "Sollten die Realisierungskosten die gesetzliche vorgeschriebene Grenze von 9,4 Millionen Franken überschreiten, so ist eine Gemeindeabstimmung erforderlich", heisst es im Protokoll.

Siegerprojekt soll bis Juli 2019 bekannt sein

Für die Durchführung des Architekturwettbewerbs selbst genehmigte der Gemeinderat 350 000 Franken. Die Projektvorschläge sollen danach der Bevölkerung und den Vereinen präsentiert werden.Gefragt ist ein Konzept zur Gestaltung des Dorfplatzes mit den erforderlichen Hochbauten und Parkierung ober- und unterirdisch. Ebenso soll ein Vorschlag zum Städtebau im Bereich des Perimeters und ein Vorschlag für ein Betriebs- und Gestaltungskonzept im Bereich Gnetsch-Fürstenstrasse eingereicht werden.

Ziel ist es, dass das Siegerprojekt bis Juli 2019 ermittelt ist. Anschliessend erfolgt die Ausarbeitung des Vorprojektes auf Basis des Juryberichtes und des Gemeinderates. Dies soll etwa bis Ende 2019 dauern.

Variable Nutzungsmöglichkeiten

Im Juli hatte der Gemeinderat das Konzept für die Gestaltung des künftigen Dorfplatzes verabschiedet und die Bevölkerung über das Projekt informiert. Demnach soll dieser funktional sein und verschiedene Nutzungen ermöglichen wie etwa den Jahrmarkt, ein Festzelt oder eine Freilichtbühne. Der Platz soll bereits teilweise mit einer Infrastruktur für Materiallager, WC-Anlagen, Ausschankmöglichkeiten und dergleichen bebaut sein. Neben oberirdischen Parkmöglichkeiten (rund 30 Plätze) soll ausserdem eine Tiefgarage mit rund 90 Plätzen erbaut werden.

(df)

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