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(Foto: Nils Vollmar)
Politik
Liechtenstein|25.11.2018 (Aktualisiert am 25.11.18 16:46)

Triesenberger wollen BGZ-Gebäude nicht verkaufen

TRIESENBERG - Die Triesenberger stimmten mit 64,6 Prozent am Sonntag klar gegen den Verkauf des BGZ-Gebäudes an den langjährigen Mieter Paul Rosenich.

(Foto: Nils Vollmar)

TRIESENBERG - Die Triesenberger stimmten mit 64,6 Prozent am Sonntag klar gegen den Verkauf des BGZ-Gebäudes an den langjährigen Mieter Paul Rosenich.

Die Abstimmung über das Referendumsbegehren zum Gemeinderatsbeschluss vom 11. September zum Verkauf der 533 Quadratmeter grossen BGZ-Liegenschaft samt Fabrikgebäude für 1,1 Millionen Franken an die Alexania AG, hinter der der Patentanwalt und langjährige Mieter Paul Rosenich steht, ergab folgendes Ergebnis:

Stimmberechtigte: 1709
Anzahl gültige Stimmen: 1304
Anzahl Ja-Stimmen: 461 (35,4 Prozent)
Anzahl Nein-Stimmen: 843 (64,6 Prozent).

Der Verkauf der BGZ-Liegenschaft wurde damit von den Stimmbürgern abgelehnt. Vorsteher Christoph Beck akzeptierte diesen Volksentscheid. Wie es mit dem BGZ-Gebäude nun weitergeht, steht noch nicht fest, ein Verkauf ist damit aber vom Tisch. Die Gemeinde werde nun Gespräche mit dem Mieter Rosenich, der ins Tal ziehen wollte, führen.

Dieser zeigte sich allerdings wenig erfreut über den Entscheid, wie er in einer Stellungnahme schrieb: "Für mich selbst – als jemand, der ca. 20 Jahre in Triesenberg gelebt und gearbeitet hat und hier nur Freunde kennt – nehme ich zur Kenntnis, dass man heute im Land mit Biertischargumenten und absichtlichen Fehlinformationen - offensichtlich gestützt auf Neid und Unkenntnis, vernünftige Gemeindepolitik sabotieren kann und nebenbei sogar den Ruf von tadellosen Triesenberger Unternehmen in den Schmutz ziehen kann. Meine persönliche Begeisterung für eine neuerliche Wohnsitznahme in Triesenberg ist deshalb deutlich gesunken."

Seine betroffenen Unternehmen, die Alexania AG und das Patentbüro Paul Rosenich AG, würden zwar vorerst am bestehenden Mietvertrag festhalten, unmittelbar werde sich also nichts ändern. Auf lange Sicht könnte es allerdings anders aussehen. Die Mehrheit der Triesenberger halte lieber an einem "schlecht vermietbarens, defizitären Objekt" fest, als die Expansion international tätiger Unternehmen am "Bärg" zu fördern. "Damit fällt ein Grund für uns weg, am Standort Triesenberg in ferner Zukunft festzuhalten. Wir werden nun ein Angebot nach dem anderen abarbeiten, um zu sehen, ob wann, wie und wo wir unsere Firmenexpansion vorantreiben", schreibt Rosenich.

Freude bei den Gegnern

Mario Bühler hingegen, der gemeinsam mit Oswald Schädler das Referendum ergriffen hatte, freute sich riesig über das Ergebnis. Er glaubt, dass vor allem der in seinen Augen zu niedrige Verkaufspreis Ausschlag für den Entscheid gab. Viele seien ausserdem vermutlich der Meinung gewesen, dass die Gemeinde ein Gebäude im Ortskern nicht verkaufen sollte. Seitens der Gemeinde erwartet er sich nun eine Richtigstellung, denn der Ruf des BGZ-Gebäudes sei im Abstimmungskampf beschädigt worden. Bühler selbst ist überzeugt, dass sich die Liegenschaft in einem "Top-Zustand" befände.

(df)

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