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Die Viertklässler der Primarschule Balzers beeindruckten mit ihrer Showeinlage am Tag der Kinderrechte im Jungen Theater Liechtenstein.  (Fotos: Nils Volllmar)
Veranstaltungen
Liechtenstein|22.11.2018

Einfach Kind sein dürfen

Aufführung «Heute haben wir Kinder das Sagen». Mit diesen Worten eröffneten die Viertklässler der Primarschule Balzers ihre Aufführung im Jungen Theater Liechtenstein.

Die Viertklässler der Primarschule Balzers beeindruckten mit ihrer Showeinlage am Tag der Kinderrechte im Jungen Theater Liechtenstein.  (Fotos: Nils Volllmar)

Aufführung «Heute haben wir Kinder das Sagen». Mit diesen Worten eröffneten die Viertklässler der Primarschule Balzers ihre Aufführung im Jungen Theater Liechtenstein.

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Schliesslich war am 20. November der Tag der Kinderrechte und da stehen die Kinder natürlich besonders im Fokus. Die gesamte Aufführung wurde von den Schülern selbst moderiert und dargestellt- ohne Hilfe von Erwachsenen. Das Drehbuch für die Aufführung schrieb Beatrice Brunhart, Geschäftsleiterin des Jungen Theater Liechtenstein.

In einer Tanzeinlage brachten die Kinder zum Ausdruck, welche Rechte ihnen zustehen. So haben sie zum Beispiel einen Schülerrat, um ihre Meinung untereinander äussern zu können. Wichtig sei auch, dass sie Zuhause mitreden dürfen, denn dann fühlen sie sich nach eigenen Aussagen ernst genommen. So stellten sie auch ihre Rechte auf Bildung, auf Kunst und Schutz vor, aber vor allem auch das Recht auf Spielen- einfach Kind sein zu dürfen. Dass ihre Interessen von den Erwachsenen ernstgenommen werden, war den Schülern besonders wichtig. Kinder hätten auch manchmal das Bedürfnis einfach nichts tun zu müssen, das Bedürfnis nach Ruhe und Erholung und einfach den «Wind in den Haaren spüren».

Kinder nicht übersehen

Jedes Kind hat ein Recht auf Kunst und Kultur und so präsentierten einige Schüler ihre Hobbys. Ob Gitarre spielen, den Turnverein besuchen oder Malen-das Wichtigste ist: Sie üben ihre Hobbies aus, weil sie es möchten und ihnen Spass macht. Mit dem Lied «Die Gedanken sind frei», welches die Kinder mit ihrer Lehrerin Kathrin Heinzel vortrugen, machten sie deutlich, dass die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen dürfen.

Die Schüler der sechsten Klasse des Liechtensteinischen Gymnasiums haben anhand eigens produzierter Kurzfilme ihre Gedanken zu den Kinderrechten präsentiert. Die Hauptaussage davon war, die Kinder stets ernst zu nehmen und nicht zu übersehen.

Zeit für die Familie nehmen

Die Kinderlobby Liechtenstein setzt sich für genau diese Rechte der Kinder in Liechtenstein ein. Sie besteht aus rund 20 Institutionen. Einige davon haben Kindern kostenlose Anlässe im November angeboten, wobei diese selbst aktiv sein durften und nicht nur Zuschauer waren- schliesslich haben sie das Recht auf Mitwirkung. So zum Beispiel in der Kunstschule, wo sie ihre eigenen Postkarten gestalten konnten.

Ombudsfrau Margot Sele erklärte, dass die Kinderlobby dafür sorgt, dass die Kinderrechte in Liechtenstein eingehalten werden. Für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene soll sie eine Anlaufstelle sein, wenn man nicht mehr weiter weiss. Sele appellierte an alle Eltern, sich bewusst Zeit für die Familie zu nehmen. Nach eigenen Angaben seien die Kinder nämlich am glücklichsten, wenn sie Zeit mit ihrer Familie verbringen können.

Regierungsrätin Dominique Hasler wandte sich direkt den Schülern zu. Sie bedankte sich, dass die Kinder den Zuschauern ihre Welt präsentiert haben. Sie bräuchten nicht nur Freiheit, sondern auch Schutz, Regeln und Vorbilder. Am Tag der Kinderrechte sollte aber auch allen Eltern und dem gesamten Team gedankt werden, die sich tagtäglich für die Kinder einsetzen.

Die zehn wichtigsten Kinderrechte

Alle haben die gleichen Rechte
Recht auf einen Namen und eine Nationalität
Recht auf Schutz vor Trennung von den Eltern
Recht auf Schutz der Privatsphäre
Recht auf Bildung
Recht auf bestmögliche Gesundheit
Recht auf Anhörung und Mitwirkung
Recht auf Religions-, Gedanken- und Gewissensfreiheit
Recht auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung
Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung

(rö)

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