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Im Vaduzer Gemeinderat ging alles mit rechten Dingen zu. (Foto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|14.11.2018 (Aktualisiert am 14.11.18 17:46)

Mehrkosten bei Sanierung der Primarschule Ebenholz nachvollziehbar

VADUZ - Weil es im Rahmen der Sanierung der Primarschule Ebenholz zu wiederkehrenden Kostenüberschreitungen kam, stellte die VU-Fraktion im Vaduzer Gemeinderat einen Antrag, um dies abzuklären. Ein neutrales Gutachten zeigt nun, dass die Mehrkosten nachvollziehbar sind und die meisten der zusätzlichen Kredite einen Mehrwert schaffen.

Im Vaduzer Gemeinderat ging alles mit rechten Dingen zu. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Weil es im Rahmen der Sanierung der Primarschule Ebenholz zu wiederkehrenden Kostenüberschreitungen kam, stellte die VU-Fraktion im Vaduzer Gemeinderat einen Antrag, um dies abzuklären. Ein neutrales Gutachten zeigt nun, dass die Mehrkosten nachvollziehbar sind und die meisten der zusätzlichen Kredite einen Mehrwert schaffen.

Die Sanierung der Primarschule Ebenholz beschäftigt den Vaduzer Gemeinderat schon seit Langem. 2015 genehmigte er einen Kredit in Höhe von 19,1 Mio. Franken. 2016 genehmigte der Gemeinderat die Realisierung einer Kleinturnhalle, womit die zu erwartenden Kosten auf 20,3 Mio. Franken anstiegen. Nachdem das Siegerprojekt mit verschiedenen weiteren Massnahmen aufgewertet wurde, genehmigte der Vaduzer Gemeinderat weitere 3,93 Mio. Franken.

VU beantragte Untersuchung nach weiteren Mehrkosten

Im Frühjahr wurde erneut ein Nachtragskredit in Höhe von knapp 1,5 Mio. Franken genehmigt, 685 000 Franken für Vergabedifferenzen und 773 000 Franken für Auftragserweiterungen. Wie es im Protokoll dazu unter anderem heisst, wurde für verschiedene Arbeiten nur eine Offerte abgegeben. Um die straffen terminlichen Vorgaben einzuhalten, mussten diese Arbeitsvergaben auch über dem Budget liegend vollzogen werden. Dazu kamen unter anderem höhere Kosten für Aushub- und Abbrucharbeiten, die vorher nicht zu erkennen gewesen seien. Nach dem Rückbau des ehemaligen Lehrertraktes erwies sich der Baugrund als ungenügend. Bei der Schadstoffentsorgung entstanden ebenfalls höhere Kosten, da bislang nicht entdeckte Schadstoffe fachgerecht entsorgt werden müssen. Der alte Boden unter der Turnhalle musste doch abgebrochen werden und so manches sei in der Bestandesdokumentation nicht erkennbar gewesen.

Als Konsequenz hat die VU-Fraktion im Vaduzer Gemeinderat einen Antrag gestellt, wegen der zunehmenden Kostenüberschreitungen bei Hochbauprojekten sowie wegen der spärlichen Teilnahme von Unternehmen an öffentlichen Ausschreibungen entsprechende Abklärun­gen zu treffen. Eine eigens dafür gebildete Arbeitsgruppe, bestehend aus Bürgermeister Ewald Ospelt und VU-Gemeinderat Martin Gassner, gab daher ein neutrales Gutachten in Auftrag.

Wenig Handlungsspielraum und logische Konsequenz

Der Bericht des Sachverständigen wurde dem Gemeinerat in der Sitzung vom 23. Oktober präsentiert und von diesem zur Kenntnis genommen. "Bei dieser anspruchsvollen Bauaufgabe haben die Verkettung wachsender Bedürfnisse und ändernder Ziele bei guter Konjunkturlage ohne gleichzeitiger Aufweitung des Zeitgefässes zwecks besserer Kostensteuerung unweigerlich zu einer negativen Kostenentwicklung geführt", so dessen Fazit gemäss dem gestern veröffentlichten Protokoll. Die mehreren Nachtrags- und Ergänzungskredite seien eine logische Konsequenz daraus gewesen, die der Entscheidungsträger mit wenig Handlungsspielraum und unter Zeitdruck zu sprechen hatte. Der Grossteil der zusätzlichen Mittel schaffe jedoch einen Mehrwert und ein Mehrangebot für kommende Generationen und sei somit der Nachhaltigkeit geschuldet.

(df)

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