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Der Rheinbergerchor Vaduz gaben Puccinis «Messa di Gloria» mit grosser Unterstützung zum Besten. (Foto: Michael Zanghellini)
Kultur
Liechtenstein|12.11.2018 (Aktualisiert am 12.11.18 10:25)

Schöne Sakral­musik im Vaduzer Saal mit dem Rheinbergerchor

Vaduz - Vergangenen Samstag lud der Rheinbergerchor zum grossen Konzert mit Puccinis «Messa di Gloria» unter der Leitung von Paul Faderny ein. Verstärkt wurde der Chor vom Kirchenchor Widnau und dem Männerchor Mann-o-Mann Dornbirn, von den Solisten David Sitka und Michael Havlicek und vom Ad-hoc-Orchester aus Liechtenstein und der Region. 

Der Rheinbergerchor Vaduz gaben Puccinis «Messa di Gloria» mit grosser Unterstützung zum Besten. (Foto: Michael Zanghellini)

Vaduz - Vergangenen Samstag lud der Rheinbergerchor zum grossen Konzert mit Puccinis «Messa di Gloria» unter der Leitung von Paul Faderny ein. Verstärkt wurde der Chor vom Kirchenchor Widnau und dem Männerchor Mann-o-Mann Dornbirn, von den Solisten David Sitka und Michael Havlicek und vom Ad-hoc-Orchester aus Liechtenstein und der Region. 

Im Rahmen der Konzertreihe «Sakralmusik der italienischen Opernkomponisten», die mit der 2015 aufgeführten «Petite Messe solemnelle» von Rossini eröffnet wurde, präsentierte der Rheinbergerchor Vaduz vergangenen Samstag die «Messa di Gloria» von Puccini. Diese wurde mit einem grossen Orchester, dem Ad-hoc-Orchester aus Liechtenstein und der ­Region, instrumentalisiert. Um einen entsprechend grossen Chorklang gewährleisten zu können, hat der Rheinbergerchor zwei befreundete Chöre eingeladen: Den Cäcilienchor Widnau und den Männerchor Mann-o-Mann aus Dornbirn. Somit standen 80 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne des gut besuchten Vaduzer Saals, um das opernhaft sakrale Werk von Puccini zum Leben zu erwecken, welches dieser mit gerade einmal 21 Jahren als Abschlussarbeit vorgelegt hatte. Als Solisten konnten der Tenor David Sitka (Frankfurt) und der Bariton Michael C. Havlicek (Wien) gewonnen werden.

Dynamisches Hauptwerk
Um auf das Hauptwerk einzustimmen, startete der Chor mit einem schönen Cantate Domino von Alexander Gretchaninoff, gefolgt von einem kernig inbrünstigen Solo von Michael Havlicek (Quoniam aus Petite Messe solemnelle, Rossini). Gefühlvoll interpretierte anschliessend David Sitka die Aria Nr. 2. Aus Stabat Mater von Rossini. Zart und doch kompakt erklang das Kyrie der «Messa di Gloria», welches von einer fröhlich leichten und aufgeweckten Einleitung des Gloria abgelöst wurde. Der im Vergleich zu anderen Messen ungewöhnlichen Länge des Glorias verdankt das Werk vermutlich auch seinen Namen, den Dante del Fiorentino 1950 bei Arbeiten an einer Puccini-Biografie für die Komposition wählte.
Auch im Gloria glänzte David Sitka besonders dynamisch. Geheimnisvoller Klang läutete das darauffolgende Credo ein. Nicht nur hier begeisterte das Ad-hoc-Orchester durch seine einfühlsame und dynamische Begleitung. Ein aufgeweckter Chorteil gefolgt von einem imposanten Solo von Havlicek rundete das Credo ab. Andächtig und erhaben präsentierte sich das Sanctus et Benedictus, gefolgt von einem schönen Agnus Dei.
Um die Besucher in «die schönen Abendstunden zu entlassen», stimmte der Chor zum Abschluss Josef Gabriel Rheinbergers «Abendlied» an.

(md)

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