(Symbolfoto: SSI)
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Liechtenstein|09.11.2018 (Aktualisiert am 09.11.18 14:10)

Erster Fall von Hasenpest in Liechtenstein - Auch Menschen können sich infizieren

VADUZ - Ein im Ruggeller Riet tot aufgefundener Feldhase ist an der Hasenpest verendet. Der Erreger wurde in der Lunge, in der Milz und in der Leber mittels PCR im Nationalen Referenzlabor für Tularämie nachgewiesen.

(Symbolfoto: SSI)

VADUZ - Ein im Ruggeller Riet tot aufgefundener Feldhase ist an der Hasenpest verendet. Der Erreger wurde in der Lunge, in der Milz und in der Leber mittels PCR im Nationalen Referenzlabor für Tularämie nachgewiesen.

"Es ist dies der erste nachgewiesene Fall in Liechtenstein", schreibt das Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen am Freitag in einer Aussendung. An der Tularämie, auch Hasenpest oder Nagerpest genannt, erkranken vorwiegend Hasen und andere Nagetiere, aber auch Menschen. Menschen können sich durch direkten oder indirekten Kontakt mit infizierten Tieren anstecken. Eine Infektion ist zudem über verseuchte Zecken möglich. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch kommt nicht vor.

Die wichtigste Schutzmassnahme besteht darin, offensichtlich kranke und tote Tiere nicht mit blossen Händen anzugreifen. Zudem soll die Einatmung von Staub in unmittelbarer Umgebung solcher Kadaver vermieden werden.

Eine Infektion äussert sich beim Menschen als grippeartige Erkrankung mit Fieber und Gliederschmerzen. An der Infektionsstelle kann sich eine geschwürige Veränderung bilden und Lymphknoten können schmerzhaft anschwellen. Eine rechtzeitige Antibiotikatherapie hat im Allgemeinen einen guten Behandlungserfolg.

(hf)

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