Eugen Nägele begrüsste das Abkommen - auch wenn er es "sexier" gefunden hätte, wenn es um die Versteigerung von teurem Wein oder Oldtimer ginge. (Foto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|09.11.2018 (Aktualisiert am 09.11.18 16:54)

Emissionshandel: Liechtenstein beteiligt sich an EU-Plattform

VADUZ - Damit Liechtenstein seine Zertifikate versteigern kann, braucht es Zugang zur gemeinsamen Auktionsplattform der EU. Der Landtag stimmte dem entsprechenden Abkommen zu.

Eugen Nägele begrüsste das Abkommen - auch wenn er es "sexier" gefunden hätte, wenn es um die Versteigerung von teurem Wein oder Oldtimer ginge. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Damit Liechtenstein seine Zertifikate versteigern kann, braucht es Zugang zur gemeinsamen Auktionsplattform der EU. Der Landtag stimmte dem entsprechenden Abkommen zu.

Im europäischen Emissionshandel erhalten Unternehmen – in Liechtenstein sind es derzeit die Hilcona AG und die Ospelt AG – eine gewisse Anzahl von Zertifikaten kostenlos vom Staat zugeteilt, der sie wiederum von der EU-Kommission erhält. Die Anzahl verringert sich von Jahr zu Jahr, um eine Verknappung der kostenlosen Zertifikate zu erreichen und einen Anreiz zu schaffen, Emissionen einzusparen. Die nicht benötigten Zertifikate gehen Ende Jahr wieder an den Staat. Stösst ein Unternehmen mehr Emissionen aus als es Zertifikate besitzt, muss es diese ersteigern. Damit Liechtenstein seine Zertifikate versteigern kann, braucht es Zugang zur gemeinsamen Auktionsplattform der EU. 16 von 21 Abgeordneten stimmten für die Abkommen.

Geldquelle für den Staat

Nach der Ratifikation könnte Liechtenstein seine zwischen 2013 und 2019 gesammelten Zertifikate endlich an den Mann bringen – der Staat könnte dadurch gemäss Regierung je nach Preis der Zertifikate 254 000 bis 1,3 Millionen Franken erzielen. Zudem wird jährlich mit Einnahmen von 10 000 bis 30 000 Franken gerechnet. 

Verwechslungsgefahr

Der europäische ist nicht zu verwechseln mit dem internationalen Emissionshandel – im Rahmen des Kyoto-Protokolls dürfen nur internationale Zertifikate erworben werden, um die Klimaziele einzuhalten. Für 2018 habe Liechtenstein sein Ziel ohne Zertifikate erreicht, informierte Innenministerin Dominique Hasler.

(df)

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