Der Rheinberger Chor Vaduz. (Foto: ZVG)
Kultur
Liechtenstein|08.11.2018 (Aktualisiert am 08.11.18 08:13)

«Wenn man die Musik hört, fühlt man sich fast wie in einer Oper»

VADUZ – Mit dem Konzert vom Samstag setzt der Rheinberger Chor Vaduz seine Reihe «Sakralmusik der italienischen Opernkomponisten» fort. Präsident Markus Biedermann hat sich dazu mit dem «Volksblatt» unterhalten.

Der Rheinberger Chor Vaduz. (Foto: ZVG)

VADUZ – Mit dem Konzert vom Samstag setzt der Rheinberger Chor Vaduz seine Reihe «Sakralmusik der italienischen Opernkomponisten» fort. Präsident Markus Biedermann hat sich dazu mit dem «Volksblatt» unterhalten.

«Volksblatt»: Herr Biedermann, mit der «Messa di Gloria» wird ein Frühwerk von Puccini aufgeführt. Wie kam es zu dieser Auswahl?
Markus Biedermann: Der Chor hat sich zum Ziel gesetzt, in einem dreijährigen Rhythmus Sakralmusik von italienischen Opernkomponisten aufzuführen. Am Beginn dieser Reihe stand die im Jahr 2015 aufgeführte «Petite Messe solennelle» von Gioachino Rossini. Dieses Jahr führen wir die «Messa di Gloria» von Giacomo Puccini auf. Diese ist wiederum sehr opernhaft, ein tolles Werk für die Chormitglieder und auch für die Konzertbesucher.

Was ist die besondere Herausforderung bei diesem Werk?
Die einzelnen Teile der «Messa di Gloria» bestehen aus verschiedenen Sequenzen, die jede seine eigene Stimmung, Tempo und Kompositionsart haben. Die Herausforderung ist, dies zu einem Gesamtwerk zusammenzusetzen und die Feinheiten herauszuarbeiten. Die «Messa di Gloria» wird mit einem grossen Orchester instrumentalisiert. Damit wir einen entsprechend grossen Chorklang bilden können, haben wir zwei befreundete Chöre eingeladen – den Männerchor «Mann o Mann» aus Dornbirn und den Cäcilienchor Widnau. Beide werden von unserem Dirigenten Paul Faderny geleitet. Insgesamt sind wir so 80 Sängerinnen und Sänger. In einer intensiven Probenzeit haben wir das Werk einstudiert und wir freuen uns jetzt auf das Konzert.

Markus Biedermann freut sich auf das Konzert der rund 100 Sänger und Musiker mit dem Rheinberger Chor. (Foto: Paul Trum­mer)

Warum wird eigentlich das sakrale Konzert in einem Saal aufgeführt?
Die «Messa di Gloria» ist formal eine Messe, ja. Aber wenn man die Musik hört, fühlt man sich fast wie in einer Oper. Da sind die dramatische Entwicklungen, arienhaften Gesänge und solistische Teile. Auch vom Platzbedarf her ist der Vaduzer Saal für eine so grosse Aufführung besser geeignet wie eine Kirche. Immerhin sind wir rund 100 Aufführende. Es ist also wirklich eine konzertante Messe, ein emotionsreiches Konzerterlebnis mit Kirchenmusik.

Sind schon Pläne für eine Fortführung dieser speziellen Konzertreihe vorhanden?
Noch haben wir kein Werk ausgesucht. Aber wir planen, die Reihe der Sakralmusik mit italienischen Opernkomponisten fortzuführen. Nach Rossini vor drei Jahren folgt heuer also Puccini. Es macht riesig Spass und Freude, für uns als Chor und sicher auch dem Publikum. Unser Dirigent macht sich bereits Gedanken, welches nächste Werk geeignet wäre.

Zum Schluss – auf was dürfen sich die Konzertbesucher freuen?
Im Mittelpunkt des Konzerts steht die «Messa di Gloria» mit der herrlichen Musik von Puccini, der mit seiner Erfindungsgabe für Melodien und Klänge die Emotionen und Spiritualität in den Konzertsaal bringt. Es ist ein Konzert für alle, die den Chorgesang schätzen, für Liebhaber der sakralen Musik wie auch für Freunde von klassischer weltlicher Musik. Wir Sängerinnen und Sänger freuen uns, die Freude am Singen mit diesem Werk zum Ausdruck zu bringen.

Konzert des Rheinberger Chor Vaduz

  • Was:«Messa di Gloria» von Giacomo Puccini, Rheinbergers «Abendlied» sowie Solisten- und Orchesterstücke.
  • Wann: Samstag, den 10. November, 20 Uhr
  • Wo: Vaduzer Saal, Vaduz
  • Mehr: Online auf www.rheinbergerchor.li
(eg)

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