Das Waldstück (Parzelle 502) hinter dem Sportplatz Leitawis würde die Gemeinde unter anderem gerne in ihrem Besitz wissen. (Foto: ZVG)
Politik
Liechtenstein|20.10.2018

Triesner und Triesenberger stimmen über neue Grenzen ab

VADUZ - Zwei Bodentauschgeschäfte zwischen der Gemeinde Triesenberg und der Bürgergenossenschaft Triesen stehen am Sonntag zur Abstimmung. Die bisherige Stimmbeteiligung lag in Triesenberg bei 66 Prozent - am Sonntagvormittag kann man zudem noch an die Urne.

Das Waldstück (Parzelle 502) hinter dem Sportplatz Leitawis würde die Gemeinde unter anderem gerne in ihrem Besitz wissen. (Foto: ZVG)

VADUZ - Zwei Bodentauschgeschäfte zwischen der Gemeinde Triesenberg und der Bürgergenossenschaft Triesen stehen am Sonntag zur Abstimmung. Die bisherige Stimmbeteiligung lag in Triesenberg bei 66 Prozent - am Sonntagvormittag kann man zudem noch an die Urne.

In Triesen, wo die Bürgergenossenschaft als Inhaber der entsprechenden Parzellen dem Tausch bereits zugestimmt hat, müssen die Stimmbürger nur mehr über die sich dadurch neu ergebenden Grenzen zwischen den beiden Gemeinden abstimmen. Wie viele Personen von ihrem Stimmrecht bis zum Freitagabend bereits Gebrauch gemacht hatten, war nicht zu erfahren.

In Triesenberg dagegen geht es um etwas mehr: Die Stimmbürger entscheiden nicht nur über die Grenzverschiebung, sondern auch über die beiden Bodentauschgeschäfte an sich. Bis zum Freitagabend nahmen 66 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung teil. In beiden Gemeinden kann man jedoch noch am Sonntagvormittag an der Urne abstimmen.

Raum fürs Gewerbe

Mit dem Bodentausch möchte Triesenberg für das Gewerbe mehr Raum schaffen – mit der Parzelle 310 hinter dem IPAG-Areal hätte die Gemeinde dafür eine Möglichkeit am Ortseingang. Die Parzelle 502 neben dem Sportplatz Leitawis könnte das Entwicklungspotenzial und den Handlungsspielraum der Gemeinde vergrössern, argumentieren die Gemeindevertreter. So wären ein erweitertes Freizeitangebot, öffentliche Bauten, die Ansiedlung von Dienstleistungs- und Gewerbebetrieben oder die Nutzung als Lagerplatz denkbar. Wenn die Gemeinde Grund im Baurecht vergibt, würde dies auch die Einnahmen verbessern.

Kritiker stören sich beim Tausch der Parzelle 502 vor allem daran, dass die Bürgergenossenschaft im Gegenzug ein acht Mal grösseres Gebiet im Guggerboden erhalten würde. Seitens der Gemeinde wird jedoch betont, dass es sich hierbei um Wald handle – dieser könne nicht umzoniert werden und sei dementsprechend weniger wert. Anders verhält es sich beim Tausch der Parzelle 310, wo Landwirtschaftsfläche abgegeben werden soll – ein schlechtes Geschäft, wie manche finden. Doch auch die Ansiedelung von Gewerbe prinzipiell wird von manchen kritisch gesehen. Triesenberg sei eine Wohngemeinde. Vorsteher Christoph Beck versicherte gegenüber Radio L, dass die Gewerbezonen «grössenverträglich» gestaltet werden. Zudem liegen sie am Ortseingang und nicht im Zentrum.

(df)

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