(Foto: Toni Meznar)
Politik
Liechtenstein|10.10.2018 (Aktualisiert am 10.10.18 12:55)

Gipfeltreffen Internationaler Naturpark Rätikon auf Sareis

MALBUN - Am Donnerstag, den 4. Oktober, trafen sich in Malbun auf Sareis Gemeindevertreter aus allen Ländern rund um den Rätikon. Im Vordergrund standen laut Amt für Volkswirtschaft der Informationsaustausch über das laufende Projekt «Internationaler Naturpark Rätikon», Diskussionen über die gemeinsame Organisation und natürlich auch der gegenseitige Austausch.

(Foto: Toni Meznar)

MALBUN - Am Donnerstag, den 4. Oktober, trafen sich in Malbun auf Sareis Gemeindevertreter aus allen Ländern rund um den Rätikon. Im Vordergrund standen laut Amt für Volkswirtschaft der Informationsaustausch über das laufende Projekt «Internationaler Naturpark Rätikon», Diskussionen über die gemeinsame Organisation und natürlich auch der gegenseitige Austausch.

Das Konzept von Regionalen Naturpärken wird in vielen Ländern weltweit umgesetzt. Alleine in Österreich gibt es aktuell fast 50 Naturpärke, die im Betrieb sind und aufzeigen, welche regionalen Entwicklungspotenziale erschlossen werden können. Naturpärke seien laut Amt keine reinen Schutzprojekte, sondern es gehe um eine nachhaltige regionale Entwicklung. Das heisst, dass bei allen Vorhaben die Balance zwischen gesellschaftlich-kulturellen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten gesucht werde. Explizit seien darum auch die menschliche Nutzung und die angepasste Weiterentwicklung ein wichtiges Thema. Mit einem Regionalen Naturpark solle eine Plattform aufgebaut werden, die verschiedene Akteure mit Projekten, Angeboten und Produkten nutzen können. Eine Park-Plattform könne  auf vielen Ebenen Unterstützung leisten. Insbesondere biete ein Naturpark eine attraktive Positionierung für eine Region und Orientierung für Kunden und Gäste. In der Schweiz sind aktuell 15 Regionale Naturpärke in der Umsetzung, so das Amt. Das Fürstentum Liechtenstein kannte dieses Entwicklungsinstrument bisher noch nicht.

Gemeinsamer Naturpark

Gemeinden rund um den Rätikon würden nun abklären, ob ein Internationaler Naturpark umgesetzt werden könnte. Mit dem Internationalen Naturpark Rätikon könnte man nun eine traditionell vernetzte und bis heute äusserst intakte Gebirgslandschaft über die Grenzen hinweg noch stärker beleben. Ob das möglich wäre, wird laut Aussendung aktuell in Machbarkeitsstudien für die drei beteiligten Regionen abgeklärt. Die Studien werden von der Tourismus-Forschungsgruppe der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW aus Wergenstein im Kanton Graubünden erarbeitet. In die Ausarbeitung involviert sind insgesamt 28 Gemeinden. Acht Gemeinden aus Vorarlberg (Montafon, Walgau), neun Gemeinden aus der Schweiz (Prättigau im Kanton Graubünden) und sämtliche 11 Gemeinden aus dem Fürstentum Liechtenstein.

Am Treffen in Malbun/ Sareis wurde über die aktuellen Projekte in den Ländern informiert und vor allem über die gemeinsame internationale Organisation des Vorhabens diskutiert.

(ikr/red)

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