Martin Vögeli bei der Langlauf-Schweizermeisterschaft im Steg. (Archivfoto: MZ)
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Liechtenstein|13.09.2018

«Tour de Ski»: Wenn nicht FL, dann allenfalls Buchs oder Feldkirch?

VADUZ - Nach dem DU-Referendum und der darausfolgenden Gefährdung der Kandidatur Liechtensteins bei der «Tour de Ski», führt der LSV auch Gespräche mit Nachbarverbänden. Das Ziel: Die Weltcup Langlaufrennen in Buchs oder Feldkirch zu veranstalten.

Martin Vögeli bei der Langlauf-Schweizermeisterschaft im Steg. (Archivfoto: MZ)

VADUZ - Nach dem DU-Referendum und der darausfolgenden Gefährdung der Kandidatur Liechtensteins bei der «Tour de Ski», führt der LSV auch Gespräche mit Nachbarverbänden. Das Ziel: Die Weltcup Langlaufrennen in Buchs oder Feldkirch zu veranstalten.

«In der Tat führen wir derzeit Gespräche mit den schweizerischen und österreichischen Vertretern der Verbände, ob allenfalls in Buchs oder Feldkirch die Möglichkeit besteht», sagt Alexander Ospelt auf «Volksblatt»-Anfrage, welche Optionen für den Liechtensteinischen Skiverband (LSV) bei einer Absage der «Tour de Ski»-Kandidatur in Frage kämen. «Selbstverständlich würden dann keine öffentlichen Gelder aus Liechtenstein verwendet.»

«Vielleicht besteht die Chance, dass wir die Kandidatur 2020/2021 aufrechterhalten können.»

LSV-Präsident Alexander Ospelt
LSV-Präsident Alexander Ospelt. (Foto: MZ)

Noch keine definitive Absage der Kandidatur

Dies mit Blick auf das Referendum dreier DU-Gemeinderäte gegen den Landesbeitrag in Höhe von 800 000 Franken für die beiden Weltcup-Langlaufrennen in Vaduz. Dieses Komittee, das mit dem Namen «‹Tour de Ski› vor’s Volk» auftritt, will heute genauer über ihr Vorhaben informieren. Schade, findet Alexander Ospelt: «Der LSV hat versucht, transparent und sachlich zu informieren. DU war aber nicht interessiert, mit uns zu sprechen.» Mit gravierenden Folgen für den LSV: Aufgrund des Referendums ist der knappe Terminplan nicht einzuhalten. Insbesondere der erste Renntermin zum Jahreswechsel 2019/2020 steht auf Messers äusserster Schneide, da der FIS-Kongress bereits am 25. September 2018 über den Veranstaltungsort entscheiden will. Dann ist nicht einmal die einmonatige Referendumsfrist abgelaufen. Von einer definitiven Absage wollte LSV-Präsident Alexander Ospelt aber noch nicht sprechen: «Vielleicht besteht zumindest die Chance, dass wir die Kandidatur 2020/2021 aufrechterhalten können.» Auch weil der Entscheid des Gemeinderats Vaduz dem LSV sehr viel Rückenwind gegeben habe. Dieser hatte sich am Dienstag einstimmig für eine Beteiligung der Gemeinde in Höhe von 100 000 Franken ausgesprochen.

(hm)

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