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Politik
Liechtenstein|12.09.2018 (Aktualisiert am 12.09.18 17:11)

Grundwasserbericht: Rhein muss grosse Beachtung geschenkt werden

VADUZ - Das Amt für Umwelt hat mit dem Grundwasserbericht 2018 eine umfassende Darstellung der Grundwasserverhältnisse im Fürstentum Liechtenstein veröffentlicht. Der Bericht aktualisiert und ergänzt die Auswertungen, die im Jahr 1976 im Zusammenhang mit den Grundwasseruntersuchungen der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG) erstellt wurden. 

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VADUZ - Das Amt für Umwelt hat mit dem Grundwasserbericht 2018 eine umfassende Darstellung der Grundwasserverhältnisse im Fürstentum Liechtenstein veröffentlicht. Der Bericht aktualisiert und ergänzt die Auswertungen, die im Jahr 1976 im Zusammenhang mit den Grundwasseruntersuchungen der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG) erstellt wurden. 

In der Zwischenzeit hätten sich die Erkenntnisse über den Aufbau des Untergrundes mit seinen Grundwasservorkommen stark erweitert, heisst es seitens des Amtes. Dies als Folge der zahlreichen Bohrungen, die insbesondere für Bauvorhaben, Erdwärmesonden und thermische Nutzung des Grundwassers abgeteuft wurden. Weiter wurden im Auftrag von Privaten, der Gemeinden und insbesondere dem Amt für Umwelt systematisch Grundwasserspiegelmessungen und Untersuchungen der Grundwasserbeschaffenheit durchgeführt, die die Datengrundlagen wesentlich verbessert hätten.

Überdurchschnittliche Ressourcen

Liechtenstein sei in der glücklichen Lage, dass es im Verhältnis zu seiner Landesgrösse auf überdurchschnittlich gute Wasserressourcen zugreifen kann, fasst das Amt in seiner Aussendung zusammen. So werde rund die Hälfte des Trinkwasserverbrauches mit Quellwasser aus Hang- und Berggebieten gedeckt. Die andere Hälfte werde mit Grundwasserentnahmen aus den Rheinschottern der Talebene ergänzt, welche hinsichtlich Menge und Qualität in hohem Masse von der Rheininfiltration und vom Grundwasserzufluss aus dem Sarganser Becken abhängig seien.

Sämtliche Eingriffe, die zu einer Schmälerung der Rheininfiltration führen könnten, sind laut Amt deshalb als schädlich für das Grundwasser der Liechtensteiner Rheinebene einzustufen. Ebenfalls seien die Gefahren von direkten Beeinträchtigungen der Grundwasserbeschaffenheit von grösster Bedeutung. Diesen zwei Aspekten sei deshalb in Zukunft grösste Beachtung zu schenken, schliesst das Amt für Umwelt. 

(ikr/red)

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