Von links: Raoul Roth (RhySearch), Bruno Damann (Regierungsrat St. Gallen), Daniel Risch (Regierungschef-Stellvertreter Liechtenstein), Ueli Göldi (VR-Präsident RhySearch), Richard Quaderer (Geschäftsführer RhySearch), Albert Frick (Landtagspräsident Liechtenstein), Thomas Liebrich (RhySearch), Marco Buhmann (RhySearch). (Foto: ZVG)
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Region|14.09.2018

RhySearch feiert und investiert

BUCHS - Das Forschungs- und Innovationszentrum RhySearch in Buchs feierte sein 5-Jahr-Jubiläum und stellte gleichzeitig mit der Eröffnung des neuen Labors für ultrapräzise Fertigung die Weichen für die Zukunft. 

Von links: Raoul Roth (RhySearch), Bruno Damann (Regierungsrat St. Gallen), Daniel Risch (Regierungschef-Stellvertreter Liechtenstein), Ueli Göldi (VR-Präsident RhySearch), Richard Quaderer (Geschäftsführer RhySearch), Albert Frick (Landtagspräsident Liechtenstein), Thomas Liebrich (RhySearch), Marco Buhmann (RhySearch). (Foto: ZVG)

BUCHS - Das Forschungs- und Innovationszentrum RhySearch in Buchs feierte sein 5-Jahr-Jubiläum und stellte gleichzeitig mit der Eröffnung des neuen Labors für ultrapräzise Fertigung die Weichen für die Zukunft. 

Das Forschungs- und Innovationszentrum RhySearch in Buchs feierte sein 5-Jahr-Jubiläum und stellte gleichzeitig mit der Eröffnung des neuen Labors für ultrapräzise Fertigung die Weichen für die Zukunft. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nutzten die Gelegenheit, um einen Blick auf die neue Einrichtung zu werfen.
«Die ersten fünf Jahre sind für ein Start-up, wie wir eines sind, entscheidend», sagte RhySearch-Geschäftsführer Richard Quaderer in seiner Begrüssungsrede, «wir freuen uns daher sehr über den bisherigen Zuspruch unserer Arbeit und danken unseren Förderern für die grosse Unterstützung.» Die Trägerschaft, namentlich der Kanton St. Gallen und das Fürstentum Liechtenstein, hatten zuletzt einen Sonderkredit in Höhe von 11,1 Millionen Franken gesprochen, um den weiteren Ausbau der Forschungskompetenz im Rheintal zu ermöglichen.

«Vielversprechende Zukunft»
Der St. Galler Regierungsrat Bruno Damann lobte die bisherigen Anstrengungen von RhySearch. «Das Ziel, mittelfristig das internationale Kompetenzzentrum für die Ultrapräzisionsfertigung zu werden, ist für RhySearch mit der heutigen Eröffnung ein grosses Stück näher gerückt», so Damann, der überzeugt ist: «RhySearch sieht einer vielversprechenden Zukunft entgegen.» Auch der Umstand, dass Innosuisse, die schweizerische Agentur für Innovationsförderung, RhySearch als beitragsberechtigt anerkennt und bereits Fördergelder für Projekte sprach, zeige, dass man auf dem richtigen Weg sei.

Wertvolle Innovationsschmiede
Der liechtensteinische Wirtschaftsminister und Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch fand ebenfalls lobende Worte für die bisherigen Anstrengungen von RhySearch: «Es hat sich in den vergangenen fünf Jahren zu einer wertvollen Innovationsschmiede entwickelt.» Dies sei auch Ausdruck der fruchtbaren, grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Liechtenstein und dem Kanton St. Gallen. Dass sich die gemeinsamen Investitionen auszahlen, davon ist Risch überzeugt. Er betonte die grosse Bedeutung von RhySearch für das Rheintal, wo 44 Prozent der Arbeitsplätze im Industriesektor angesiedelt sind. Schweizweit liegt dieser Wert bei 25 Prozent.
Bevor die Anwesenden gestern während eines Rundgangs die neue Hightechanlage für die Ul­trapräzisionsfertigung besichtigten, wagten sie mit Karin Frick vom Gottlieb Duttweiler Institut einen Blick in die Zukunft. In ihrer Keynote mit dem Titel «In tech we trust. Wie Menschen und Maschinen in Zukunft zusammenarbeiten» zeichnete sie ein futuristisches Bild eines Arbeitsalltags, in dem sich die technische mit der menschlichen Intelligenz verbindet. «Es wird nicht Mensch oder Maschine heissen, sondern neue Formen der Zusammenarbeit geben», prophezeite die Zukunftsforscherin. Nicht ganz so weit vor­aus blickte Professor Konrad Wegener von der ETH Zürich, als er in seinem Impulsreferat über die Zukunftsaussichten der Fertigungstechnik sprach. Er plädierte dafür, dem Segment, das derzeit für keine andere Volkswirtschaft der Welt eine so grosse Bedeutung hat wie für die Schweiz, weiterhin einen hohen Stellenwert einzuräumen. Die Kompetenzen in der Produktionstechnik und im Maschinenbau weiter auszubauen, sei der Schlüssel, um bei künftigen Entwicklungen – wie etwa der additiven Fertigung – eine führende Rolle spielen zu können.

Neue Projekte erwünscht
Für die Erfüllung seines Auftrags vernetzt sich RhySearch mit bestehenden Forschungs- und Bildungseinrichtungen und bildet so einen Technologie-Cluster, der grosse Forschungsaufträge und den Technologietransfer bewältigen kann. Ausserdem wird den Unternehmen eine Anlaufstelle für umfassende Forschungs- und Innovationsunterstützung zur Verfügung gestellt. In der angewandten Forschung und Entwicklung fokussiert RhySearch aktuell auf die zwei Schwerpunkte Optische Beschichtung und Präzisionsfertigung. Ueli Göldi, Verwaltungsratspräsident von RhySearch, ermutigte in seinem Schlusswort Unternehmen, mit Ideen an das Forschungs- und Innovationszentrum heranzutreten: «Wir lassen uns gerne durch neue Projekte herausfordern.»

(pb)

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