Ralph Polligkeit (Manager Golf-Club Bad Ragaz), Sieger Paul Kamml, Siegerin Julia Unterweger und GVL-Präsident Peter Tinner (von links). (Foto: Bernhard Laburda)
Sport
Liechtenstein|10.09.2018 (Aktualisiert am 10.09.18 16:27)

Liechtenstein Open gipfelt in Finale furioso

BAD RAGAZ Unter dem Motto «Drei Länder – eine Meisterschaft» gastierte das Liechtenstein Open dieses Jahr erstmals auf drei Plätzen im nahen Ausland. In der Schlussrunde im Golf-Club Bad Ragaz setzte sich Paul Kamml (Salzburg) mit einem mitreissenden Finish durch, bei den Frauen siegte Julia Unterweger (Montafon).

Ralph Polligkeit (Manager Golf-Club Bad Ragaz), Sieger Paul Kamml, Siegerin Julia Unterweger und GVL-Präsident Peter Tinner (von links). (Foto: Bernhard Laburda)

BAD RAGAZ Unter dem Motto «Drei Länder – eine Meisterschaft» gastierte das Liechtenstein Open dieses Jahr erstmals auf drei Plätzen im nahen Ausland. In der Schlussrunde im Golf-Club Bad Ragaz setzte sich Paul Kamml (Salzburg) mit einem mitreissenden Finish durch, bei den Frauen siegte Julia Unterweger (Montafon).

Hochspannung bis zu den letzten Putts, ausgezeichnete Scores und grosse Emotionen: Die Finalissima des Liechtenstein Opens 2018 im GC Bad Ragaz bot alles, was Turniergolf so attraktiv und spannend macht.

Begonnen hatte der Event im GC Bodensee Weissensberg (Deutschland). Bei den Frauen tauchten die Österreicherinnen Chantal Düringer (GC Bludenz-Braz) und Julia Unterweger sowie Liechtensteins Lokalmatadorin Anna-Kristina Eggenberger bereits in der ersten Zwischenrangliste ganz vorn auf. Bei den Herren hielten sich die späteren Dominatoren des Turniers anfänglich noch zurück. Von den Top-3 im Schlussklassement machte in der ersten Runde einzig Mauro Gilardi vom GC Domat/Ems mit Platz vier auf sich aufmerksam. Gesamtsieger Paul Kamml aus Salzburg reihte sich als geteilter 19. noch unauffälliger ins Ranking ein als der spätere Dritte, Timothy Zwirner vom GC Am Mondsee (geteilter 15.).

Kopf-an-Kopf-Rennen

Bei den Frauen ging danach das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Düringer, Unterweger und Eggenberger im österreichischen GC Montfort-Rankweil in die zweite Runde. Bei den Männern hielten sich Kamml (71er-Runde) und Zwirner (75 Schläge) im Mittelfeld immer noch etwas bedeckt. Nur Gilardi, letztlich Zweiter, unterstrich mit einer 70er-Runde seine Ambitionen auf den Gesamtsieg.

Im Endspurt in Bad Ragaz zündeten jedoch sowohl Kamml als auch Zwirner ein wahres Schlussfeuerwerk. Kamml brillierte mit einer 66er Runde (4 unter Par), der tiefsten Runde des gesamten Turniers, und mit 68 Schlägen setzte Zwirner ein weiteres Glanzlicht. Gilardi seinerseits sicherte sich mit einer 73 den zweiten Platz im Gesamtklassement. Wie knapp der Dreikampf letztlich ausging, beweist ein Blick in die Schlussrangliste. An der Spitze Kamml mit einem bereinigten Gesamtscore von +5, Rang 2 Gilardi mit +6, Platz 3 Zwirner mit +8. Bei den Frauen machte Julia Unterweger mit einer 73 gegenüber Eggenbergers 76 und Düringers 79 alles klar, in der Endabrechnung betrug der Vorsprung der Österreicherin drei Schläge auf Eggenberger und deren sieben auf ihre Landsfrau Düringer.

Reibunsloser Ablauf des Events

Trotz des österreichischen Doppelerfolgs hatte auch der Golfverband Liechtenstein (GVL) Grund zum Feiern. «Mit dem neuen Format ist unser Open eindeutig attraktiver geworden», sagt GVL-Präsident Peter Tinner. «Das haben mir nicht nur zahlreiche Spielerinnen und Spieler bestätigt, sondern auch Vertreter der beteiligten Clubs.» Sehr gefreut habe ihn auch der reibungslose Ablauf des Events, betont Tinner. «Vor allem wegen der Transfers der Ergebnisse vom einen Club zum nächsten war ja im Grunde ein gewisses Risiko vorhanden. Aber es hat alles perfekt geklappt.» Das einzige Fragezeichen machte der eine oder die andere Teilnehmende hinter den zeitlichen Aufwand, den ein Turnier auf drei verschiedenen Golfplätzen erfordert. Tinner signalisiert Verständnis: «Wenn man noch Proberunden spielen wollte, war man eine ganze Woche unterwegs. Das ist schon obere Grenze.» Unter dem Strich haben seiner Meinung nach die Vorteile des neuen Formats jedoch klar überwogen: «Wir werden den Event auch nächstes Jahr so durchziehen», so Tinner. (fc)

(rb)

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