Neben den Schauspielern sorgte das Team am Freitag für einen gelungenen Premierenabend. (Foto: Michael Zanghellini)
Kultur
Liechtenstein|10.09.2018

Sagenhafte Premiere für «der Liechtenstein»

ESCHEN - Dreieinhalb Jahre nach der ersten Idee und nach aufwendigen Dreharbeiten war es am Freitag so weit: Der Musicalfilm «Der Liechtenstein» mit den Kindern des Nendler Vereins «Young Stars» feierte in Eschen seine gut besuchte Premiere.

Neben den Schauspielern sorgte das Team am Freitag für einen gelungenen Premierenabend. (Foto: Michael Zanghellini)

ESCHEN - Dreieinhalb Jahre nach der ersten Idee und nach aufwendigen Dreharbeiten war es am Freitag so weit: Der Musicalfilm «Der Liechtenstein» mit den Kindern des Nendler Vereins «Young Stars» feierte in Eschen seine gut besuchte Premiere.

Mit ihrem ersten eigenen abendfüllenden Musicalfilm wollte «Young Stars»-Präsidentin Tanja Plüss den Kindern ihres vor acht Jahren in Nendeln gegründeten Gesang-, Tanz-, Chor- und Schauspielvereins einen lang gehegten Wunsch erfüllen, wie sie vor dem zahlreich im Eschner Gemeindesaal erschienenen und gespannt auf die Premiere wartenden Publikum erklärte. Dass ein solch grosses Projekt von allen Beteiligten viel Einsatz, Durchhaltevermögen und Idealismus verlangt, versteht sich. Das hinderte die Präsidentin aber nicht daran, der Produktionscrew und den mitwirkenden Kinder und Erwachsenen noch mal ein grosses Dankeschön auszusprechen. Ein besonders grosses Dankeschön gab es zugleich für die zahlreichen Gönner und Sponsoren, die auch in anspruchsvollen Phasen der Produktion immer an das Projekt geglaubt hatten.

Phantasievoll und professionell

Was nach all dem Engagement von 63 Kindern und Jugendlichen sowie rund 40 Erwachsenen entstanden ist, kann sich wirklich sehen lassen: Der Film «Der Liechtenstein», bei dem «Young Stars»-Präsidentin Tanja Plüss als Drehbuchautorin, Regisseurin, Organisatorin, Produzentin und teilweise auch als Songwriterin wirkte, kommt sehr professionell gemacht daher, besticht mit vielen phantasievollen Requisiten, Masken und Kostümen und dem engagierten Spiel der jungen und erwachsenen Mitwirkenden (Leander Marxer, Andy Konrad, Ernst Walch, Gerhard Wohlwend und Ursula Wolf). Die Story erinnert ein wenig an Michael Endes «Unendliche Geschichte» und ein bisschen an Harry Potter, führt jedoch auch ganz geschickt durch 40 Sagengeschichten der Liechtensteiner Gemeinden. Eine Gruppe von Kindern, die in einem von der Schliessung bedrohten Kinderheim lebt, gerät durch ein mysteriöses Sagenbuch in eine verzauberte Anderswelt ihrer Liechtensteiner Heimat, wo sie den legendä­ren glückbringenden «Liechtenstein» finden müssen, um sowohl ihr Heim vor der Schliessung zu retten, als auch die Sagenwelt, die von der Dunkelheit des Teufels bedroht ist, zu erlösen. Auf ihrer Wanderung durch das ganze Land begegnen sie zahlreichen hilfreichen und bedrohlichen Sagengestalten wie den Wildmannli, dem Lindwurm, dem Brunnengeist, der Goldenen Boos, dem Frooshaas oder der Grasmutter. Begleitet werden sie auf ihrer abenteuerlichen Reise von den Fronfastenkindern, die ihnen die einzelnen Sagengestalten, denen sie begegnen, erklären. Stets auf den Fersen ist den Kindern der listenreiche, aber auch clownesk überforderte Teufel mit seinen tolpatschigen Helfern, dem Lindwurm und Herrn Gässler. Über den weiteren Inhalt sei hier nur so viel verraten: Natürlich wird der Teufel am Schluss besiegt und es gibt für alle ein Happy End.

Gelungene Showeinlagen

Neben den phantastischen Begegnungen in der Sagenwelt bleibt genug Zeit für diverse Gesangs- und Tanzeinlagen, für die Chantal Nitzlnader und Miryam Velvart als Choreografinnen, Tanja Plüss, Chantal Nitzlnader und Pirmin Schädler als Songschreiber und neben Pirmin Schädler auch Roger Szedalik, David Mäder und Marius Matt als Musiker verantwortlich zeichnen. Die weiteren Mitwirkenden in der Filmcrew und im Cast aufzuzählen würde den Rahmen naturgemäss sprengen. Kurz gefasst ist der Film «Der Liechtenstein» jedenfalls ein wirklich überzeugend gelungenes grosses Gemeinschaftswerk, das auch entsprechend grossen Applaus des Premierenpublikums erntete.
Wer sich selbst von der Qualität des Films überzeugen will, hat dazu noch zweimal Gelegenheit, und zwar am Freitag, 14. September, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 16. September, um 17 Uhr, jeweils im Gemeindesaal Eschen.

(jm)

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