Abu Dhabi 2017: Das Team Liechtenstein marschiert bei der Eröffnung der WorldSkills ein. (Foto: Michael Zanghellini)
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Liechtenstein|09.08.2018 (Aktualisiert am 09.08.18 09:25)

Die "WorldSkills" im Rheintal rücken in weite Ferne

CHUR/VADUZ/ST. GALLEN - Graubünden liebäugelte mit der Idee, sich gemeinsam mit Liechtenstein und dem Kanton St. Gallen für die Austragung der "WorldSkills" zu bewerben. Nun lässt die St. Galler Regierung die Hoffnung platzen.

Abu Dhabi 2017: Das Team Liechtenstein marschiert bei der Eröffnung der WorldSkills ein. (Foto: Michael Zanghellini)

CHUR/VADUZ/ST. GALLEN - Graubünden liebäugelte mit der Idee, sich gemeinsam mit Liechtenstein und dem Kanton St. Gallen für die Austragung der "WorldSkills" zu bewerben. Nun lässt die St. Galler Regierung die Hoffnung platzen.

Liechtenstein könne Ko-Gastgeber der Berufsweltmeisterschaften "WorldSkills" werden, titelte das "Volksblatt" im April. Dies, nachdem bekannt geworden war, dass das Bündner Parlament die Kantonsregierung beauftragt hat, eine Kandidatur für die Austragung 2023 oder 2025 zu prüfen. Infrage kam eine Kandidatur im Verbund mit den Rheintal-Nachbarn – dem Kanton St. Gallen und Liechtenstein.

Stefan Sohler. (Foto: Paul Trummer)

Stefan Sohler, Leiter "WorldSkills" Liechtenstein, bestätigte damals gegenüber Radio L, dass eine Anfrage vorliege. Grundsätzlich begrüs­se man den Vorstoss, bis zur Spruchreife sei es aber noch ein weiter Weg. Die "WorldSkills" im Rheintal böten "eine Chance, die Berufsbildung in Liechtenstein in einem internationalen Schaufenster zu präsentieren – und das vor unserer Haustür", sagte Sohler.

St. Gallen will die "SwissSiklls"

Weniger Gegenliebe erfuhr die Idee hingegen bei der St. Galler Kantonsregierung, wie das Schweizer Radio (SRF) nun auf seiner Webseite schreibt. Laut dem Churer Regierungsrat Martin Jäger habe St. Gallen den Bündnern klar gemacht, "dass eine Kandidatur im Süden des Kantons nicht in Frage kommt".

Dabei hat St. Gallen die Berufsweltmeisterschaften bereits zwei Mal organisiert – im Alleingang. Inzwischen seien die "WorldSkills" aber viel zu gross für St. Gallen geworden, sagt der zuständige Regierungsrat Stefan Kölliker im Gespräch mit Radio SRF: "Wir setzen deshalb auf die SwissSkills. Auch diese sind platzmässig bereits eine grosse Herausforderung, wir wollen sie 2022 in St. Gallen durchführen." Bereits seit eineinhalb Jahren sei man an den Vorbereitungen für eine Bewerbung zur Austragung der nationalen Schweizer Berufsmeisterschaft.

50 Medaillen in 50 Jahren

Der Liechtensteiner "WorldSkills"-Chef Stefan Sohler war am Mittwoch für volksblatt.li nicht zu erreichen. Die Freude vom April dürfte ob dieser Botschaft aus St. Gallen aber getrübt sein. Schliesslich verbindet man mit den "WorldSkills" eine Erfolgsgeschichte. In den vergangenen 50 Jahren regnete es 50 Medallien. Die letzte Goldmedallie brachte 2017 der Stuckateur Raffael Beck nach Hause.

Raffael Beck mit seiner Goldmedaille. (Foto: Michael Zanghel­lini)
(red)

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