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Symbolfoto: SSI
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Liechtenstein|30.07.2018

Auf den Alpen wird das Futter knapp

SCHAAN - In der gesamten Region ist das Wasser wegen der anhaltenden Trockenheit knapp. Diverse Alpen mussten bereits notversorgt werden.

Symbolfoto: SSI

SCHAAN - In der gesamten Region ist das Wasser wegen der anhaltenden Trockenheit knapp. Diverse Alpen mussten bereits notversorgt werden.

Die anhaltende Trockenheit den Alpbauern in der Region zu schaffen. In Vorarlberg werden deshalb seit etwa drei Wochen zahlreiche Alpen zwei Mal wöchentlich bis täglich mit Wasser versorgt.

Auch in Liechtenstein haben diverse Alpen mit Futter- und Wasserknappheit zu kämpfen, wie das "Vaterland" bereits am Samstag berichtete. Vergangene Woche musste auf die Triesenberger Alp Garselli gar per Hubschrauber Wasser gebracht werden.

Milchwagen mit Wasser gefüllt

«Jede zweite Alp in Vorarlberg leidet an Wasserknappheit, manche stark, manche weniger», sagte Karin Steurer von der Vorarlberger Landwirtschaftsabteilung nun am Montag auf APA-Nachfrage.

Betroffen von Wassermangel sind vor allem niedrigere Flächen im Rheintal, Walgau, dem Vorderen Bregenzerwald und im Grossen Walsertal. Das Wasser werde auf die Alpen geflogen, von der Feuerwehr oder sogar von Milchwagen gebracht, so Steurer. Von einer kleinen Alp im Rheintal sei das Vieh bereits ins Tal getrieben worden.

Futter ist knapp

Das Problem sei aber vor allem der Futtermangel, sagte der Geschäftsführer des Alpwirtschaftsvereins Vorarlberg, Christoph Freuwies. «Aufgrund der Trockenheit ist das Gras nicht nachgewachsen», erklärte er. In anderen Jahren könne das Vieh zwei bis drei Mal auf derselben Wiese weiden, heuer sei das nicht möglich.

Auch eine verfrühte Alpabfahrt würde nichts bringen. (Symbolfoto: Paul Trum­mer)

«Das Hauptproblem der Landwirte ist, dass es auch nicht hilft, die Tiere ins Tal zu bringen. Auch dort ist das Futter knapp», sagt Freuwies. Das Vorarlberger Vieh weidet auf den Alpen, während die Bauern im Tal das Grünland für die Heuproduktion für den Winter nutzen.

Viele Tiere müssten aber jetzt schon mit dem ernährt werden, was für den Winter vorgesehen ist, sagte Steurer. Unterstützung für die geplagten Bauern bietet das Land Vorarlberg etwa bei der Nach- beziehungsweise Neuaussaat von Gräsern, auch die Transportkosten für Wasser und Futter werden mitfinanziert. Zudem können Bauern ihre gemeldeten Mähtermine ändern, falls sie das Gras schon jetzt benötigen.

«Für die Landwirte ist die Trockenheit in diesem Jahr finanziell eine grosse Herausforderung», so Freuwies. Auch der Sommer 2003 sei sehr trocken gewesen. Dass die Trockenheit aber so früh beginne und so lange dauert, sei ungewöhnlich, sagte der Geschäftsführer des Alpwirtschaftsvereins.

(red/sda/apa)

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