(Foto: Paul Trummer)
Ligita 2018
Liechtenstein|11.07.2018 (Aktualisiert am 11.07.18 10:34)

Feurige Flamencoperfomance

ESCHEN - Im Rahmen der Liechtensteinischen Gitarrentage präsentierte der internationale Gitarrist Cañizares mit seiner Flamencogruppe im Eschner Gemeindesaal eine beeindruckende Show mit Gesang, Tanz und heissen Rhythmen.

(Foto: Paul Trummer)

ESCHEN - Im Rahmen der Liechtensteinischen Gitarrentage präsentierte der internationale Gitarrist Cañizares mit seiner Flamencogruppe im Eschner Gemeindesaal eine beeindruckende Show mit Gesang, Tanz und heissen Rhythmen.

Seit jeher hat Flamenco an der Ligita eine gewisse Tradition, daher war es nicht verwunderlich, dass der Eschner Gemeindesaal gestern fast bis auf den letzten Platz besetzt war. Dennoch fand gestern eine Premiere statt: Zum ersten Mal konnte der international renommierte Gitarrist Cañizares für die Ligita gewonnen werden. Cañizares stammt aus Katalonien und gilt derzeit als einer der bekanntesten Solisten der Flamenco-Gitarre. Er arbeitete bereits mit Paco de Luca, einem der Grossmeister der Gitarre, zusammen und machte sich als Komponist mit zahlreichen Werken einen Namen, u.a. für das Spanische National Ballett. Gestern begeisterte er erstmals in Eschen zahlreiche Flamencofans, und solche, die es noch werden wollen.

Leidenschaftlich exakt

Cañizares präsentierte ein prächtiges Programm mit seiner Truppe. Juan Carlos Gómez unterstützte an der zweiten Gitarre. Charo Espino und Angel Muñoz ergänzten die Performance rhythmisch klatschend, tanzend und am Cajon. Geheimnisvoll, beinahe bedrohlich begann «El Abismo» (Der Abgrund) und entwickelte sich zu einem wahrhaft feurigen Flamencotanz mit Charo Espino und Angel Muñoz. Auch das darauffolgende Stück war nicht weniger leidenschaftlich: Mit Juan Carlos Gómez an der zweiten Gitarre und Angel Muñoz am Cajon lieferte sich Cañizares ein belebtes Terzett. Mit weissem Kleid ging es auf Reisen ans karibische Meer, wo Charo Espino sich mit dem Fächer spielend von ihrer sanften Seite zeigte. Perfekt eingespielt harmonierten die Vier bei «Toca Madera». Mitreissend liess Muñoz seine Arme und Beine sprechen. Stolz und stark, mit unglaublich rasanten und flinken Füssen flog Angel Muñoz nur so übers Parkett. Neben der rhythmischen Fusstechnik erhielt er die Spannung bis in die Fingerspitzen aufrecht. Das Publikum jubelte. Nach der Pause bekam man direkt Fernweh, als Cañizares und Juan Carlos Gómez das romantische Stück «Lejana» spielten. Die Sonnenuntergangsstimmung ihres sehnsuchtsvollen Tremolos sorgte für Gänsehautmomente. Schon gesellten sich die beiden Tänzer fröhlich dazu. Charo Espina trug nun schwarz mit rotem Akzent und einer Rose im Haar. Sie tanzten und spielten miteinander, ohne sich jedoch zu berühren, worin gerade die Magie lag. Mit einem heissen Rhythmus, zu dem keiner stillsitzen konnte, verabschiedeten sich die vier Künstler von ihrem begeisterten Publikum.

(md)

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