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LSV-Präsident Alexander Ospelt mit Skiass Tina Weirather. (Foto: Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|10.07.2018 (Aktualisiert am 10.07.18 17:06)

Regierung und Skiverband haben den Streit um das L-Logo beigelegt

Getrieben von der Berichterstattung über die LSV-Delegiertenversammlung haben das Sportministerium und der Skiverband den Rechtsstreit um die Verwendung des Liechtenstein-Logos beigelegt.

LSV-Präsident Alexander Ospelt mit Skiass Tina Weirather. (Foto: Zanghellini)

Getrieben von der Berichterstattung über die LSV-Delegiertenversammlung haben das Sportministerium und der Skiverband den Rechtsstreit um die Verwendung des Liechtenstein-Logos beigelegt.

Noch mit der Vorgänger-Regierung hatte der Liechtensteiner Skiverband (LSV) im Jahr 2016 eine Leistungsvereinbarung betreffend die Funktion von Spitzensportlern wie Tina Weirather als Standortbotschafter ausgehandelt. Um 50'000 Franken soll es gegangen sein. Der genaue Inhalt der Vereinbarung ist jedoch nicht bekannt.

So oder so: Der neue Sportminister Daniel Risch wollte davon nichts mehr wissen. Er unterzeichnete die Leistungsvereinbarung nicht. Das heisst nicht, dass der LSV kein Geld mehr erhält. Knapp eine halbe Million Franken zahlte das Land im vergangenen Geschäftsjahr.

Doch der Skiverband reichte Beschwerde beim Staatsgerichtshof ein. Zudem gab der LSV an der Delegiertenversammlung Ende Juni bekannt, in der kommenden Saison das Liechtenstein-Logo nicht mehr auf den Skianzügen zu tragen.

Ministerium zeigte kein Verständnis

Das Sportministerium von Daniel Risch bezog zu diesem Gebahren auf «Volksblatt»-Anfrage Stellung: «Die Haltung des LSV ist aus Sicht der Regierung nicht nachvollziehbar und angesichts der daraus abzuleitenden Erwartungshaltung und Selbstverständlichkeit des Verbands auf staatliche Fördermittel seltsam.»

In Anbetracht der Höhe des Staatsbeitrags und der weiteren Unterstützungsleistungen der öffentlichen Hand, dürfe durchaus erwartet werden, dass das Liechtenstein-Logo vom LSV auch ohne zusätzliche staatliche Zuwendungen eingesetzt wird.

Viel mehr wollte das Ministerium nicht sagen, da der LSV bereits den Rechtsweg beschritten hatte. Man warte das Urteil des Staatsgerichtshofes ab.

Jetzt zahlen Private

Am Dienstag verkündete nun der LSV in einer Pressemitteilung, dass das L-Logo doch auf die Rennanzüge gedruckt werde. Dies, "aufgrund des Engagement eines privaten Sponsors". Nähere Angaben dazu wurden nicht gemacht.

Der private Sponsor wolle nicht namentlich genannt werden, sagte der Präsident des Skiverbandes, Alexander Ospelt, am Dienstagnachmittag auf "Volksblatt"-Anfrage.

"Die Berichterstattung über die Delegiertenversammlung hat auch dazu beigetragen, dass der LSV diese Lösung gefunden hat", heisst es in der Mitteilung.

(ds)

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