Politik
Liechtenstein|04.07.2018 (Aktualisiert am 04.07.18 09:43)

Aufsicht über Pensionskassen vor Totalrevision

VADUZ - Die Regierung hat eine Vorlage ausgearbeitet, die die Aufsicht über die betriebliche Altersvorsorge und das Gesetz über die Finanzmarktaufsicht abändert.

Die Regierung hat den Bericht und Antrag über die Totalrevision des Gesetzes betreffend die Aufsicht über Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung sowie die Abänderung des Finanzmarktaufsichtsgesetzes verabschiedet.

Durch diese Vorlage soll die Richtlinie (EU) 2016/2341 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2016 über die Tätigkeiten und die Beaufsichtigung von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) in liechtensteinisches Recht umgesetzt werden, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Neu geschaffen werden demnach Vorgaben für die Unternehmensführung (Governance) der Pensionsfonds. Im Wesentlichen werden die Anforderungen an die Professionalität, Qualifikation und Reputation des Managements steigen. Genauso an die Ausgestaltung von Schlüsselfunktionen (Risikomanagement, interne Revision und Versicherungsmathematik), Vergütungsbestimmungen für das Management und andere leitende Personen, Dokumentationspflichten sowie Rahmenbedingungen für die Auslagerung von Aufgaben.

"Durch die neue Richtlinie wurden die Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Einrichtungen, vor allem betreffend versicherungstechnische Rückstellungen, an die Möglichkeiten grenzüberschreitender Tätigkeit (unter Einschluss der Übertragung von Altersversorgungssystemen) sowie an die Transparenzpflichten stark erweitert", schreibt die Regierung.

(red/ikr)

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