Volksblatt Werbung
Politik
Liechtenstein|09.05.2018 (Aktualisiert am 13.06.18 16:05)

Spitalstrategie: Kooperation mit Medicnova laut Pwc zu favorisieren

VADUZ  - Das Beratungsunternehmen Pwc hat im Auftrag der Regierung untersucht, wie eine künftige Versorgung der Bevölkerung mit Spitaldienstleistungen aussehen könnte. Im Fokus stand auch die Frage, welche Optionen das Liechtensteinische Landesspital (LLS) angesichts der Konkurrenzsituation durch die Privatklinik Medicnova gibt.

VADUZ  - Das Beratungsunternehmen Pwc hat im Auftrag der Regierung untersucht, wie eine künftige Versorgung der Bevölkerung mit Spitaldienstleistungen aussehen könnte. Im Fokus stand auch die Frage, welche Optionen das Liechtensteinische Landesspital (LLS) angesichts der Konkurrenzsituation durch die Privatklinik Medicnova gibt.

Nach entsprechenden Abwägungen kommt die Studie zum Schluss, dass eine Kooperation des LLS mit der Medicnova "als Stossrichtung zu favorisieren" sei. Dadurch könne die moderne Infrastruktur optimal genutzt und Kräfte gebündelt werden. Das Ministerium für Gesellschaft hat bereits erste Gespräche mit den Verantwortlichen geführt. "Zum jetztigen Zeitpunkt kann festgehalten werden, dass sowohl ein gemeinsames Szenario der beiden Spitäler in Bendern sowie auch der Verbleib des LLS am bisherigen Standort Vaduz von keinem der involvierten Kreise ausgeschlossen wird", teilt das Ministerium mit.

Sieben Landtagsabgeordnete forderten im August 2017 die Regierung auf, zur Weiterentwicklung des Landesspitals, zur Zusammenarbeit mit öffentlichen regionalen Spitälern, zur Konkurrenzssituation mit Privatkliniken sowie zu einer langfristigen gesundheitspolitischen Gesamtstrategie Stellung zu nehmen. In ihrer Sitzung vom 8. Mai hat die Regierung nun die Beantwortung der Interpellation zur künftigen Ausrichtung des Landesspitals verabschiedet. Das umfassende Papier gibt neben möglichen Szenarien einer Kooperation mit der Medicnova einen Überblick über die allgemeine Gesundheitspolitik und die strategische Ausrichtung des Landesspitals, wie es in der Mitteilung weiter heisst. "Grundsätzlich ist es das Ziel der aktuellen Gesundheitspolitik im Spitalbereich, die gute Versorgung zu erhalten, ohne dabei eine tragbare Entwicklung der Gesundheitskosten zu gefährden", wird Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini zitiert.

Strategie des Landesspitals hat weiterhin Bestand

Wie die Regierung festhält, haben die 2012 erstellten strategischen Grundlagen für die Ausrichtung des LLS weiterhin Bestand. Darin wird im Wesentlichen die Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung gefordert. Kernstück der Eignerstrategie 2012 ist neben dem Qualitätsanspruch die Kooperation mit einem Zentrumsspital als strategischen Hauptpartner. Dieser Kooperationspartner wurde mit dem Kantonsspital Graubünden gefunden. "Natürlich gibt es im Bereich der Grundversorgung immer wieder neue Anbieter auf dem Markt und das Landesspital muss darauf reagieren", so Pedrazzini. "Aber es stellt sich die Frage, ob darauf auf strategischer Ebene reagiert werden muss, oder ob das nicht besser auf operativer Ebene geschieht."

(red/ikr)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Politik
Liechtenstein|03.05.2018 (Aktualisiert am 03.05.18 14:31)
Medicnova: «Es läuft derzeit sogar sehr gut!»
Volksblatt Werbung