ITW-CEO Martin Meyer. (Archivfoto: Nils Vollmar)
Wirtschaft
Region|15.04.2018 (Aktualisiert am 15.04.18 13:00)

Wildhaus sagt "Nein" zum JUFA-Hotel

WILDHAUS - Die ITW Gruppe und die Hotelkette Jufa werden in Wildhaus kein "Erlebnishotel" errichten. Das teilte die ITW am Sonntag mit, nachdem die Wildhauser Bevölkerung dem Projekt an der Urne eine Absage erteilt hatte.

ITW-CEO Martin Meyer. (Archivfoto: Nils Vollmar)

WILDHAUS - Die ITW Gruppe und die Hotelkette Jufa werden in Wildhaus kein "Erlebnishotel" errichten. Das teilte die ITW am Sonntag mit, nachdem die Wildhauser Bevölkerung dem Projekt an der Urne eine Absage erteilt hatte.

Nur rund 38 Prozent der Abstimmenden legten ein Ja ein, wie das St. Galler Tagblatt berichtet. Die Stimmbeteiligung betrug demnach 64,8 Prozent.

Die ITW Ingenieurunternehmung AG mit Sitz in Balzers zeigt sich in der Aussendung vom Sonntag enttäuscht über das Ergebnis der Volksabstimmung. «Es ist uns nicht gelungen, die Bevölkerung von unserem Konzept und den grossen Vorteilen des JUFA Erlebnis-Hotels für Wildhaus zu überzeugen», wird CEO Martin Meyer darin zitiert.

Suche nach neuem Standort hat bereits begonnen

Die österreichische Hotelkette Jufa und der Investor ITW wollten in Wildhaus ein Erlebnis-Hotel für 21 Millionen Franken bauen. Die Gemeinde Wildhaus sollte sieben Millionen Franken beisteuern, doch das Projekt war umstritten. Kritik kam vor allem von einheimischen Hoteliers, die seit Jahren mit sinkenden Logiernächtezahlen kämpfen. Sie fürchteten, dass das neue Hotel ihre Schwierigkeiten noch verschärfen würde. 

Das Projekt hatte den Bau eines Jugend- und Familienhotels mit 70 Zimmern und 200 Betten vorgesehen. Geplant war auch ein Restaurant, ein Indoor-Spielbereich, eine Bowlingbahn, Wellnessangebote, eine Wassererlebniswelt sowie eine Mehrzweckhalle für Sport und Seminarräume. Die Hotelkette Jufa und der Gemeinderat rechneten mit jährlich 25 000 bis 30 000 Gästeübernachtungen.

Die Arbeiten am Projekt in Wildhaus würden nun aber eingestellt und Abklärungen für alternative Standorte in der Ostschweiz sofort aufgenommen, wie dei ITW am Sonntag schreibt.

(red/pd)

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