Auch die Verträge von Trainer Vrabec und Mittelfeldspieler Jüllich laufen Ende Juni aus. (Foto: MZ)
Sport
Liechtenstein|13.01.2018 (Aktualisiert am 18.01.18 11:48)

Viel Gesprächsstoff in Spanien

VADUZ - Der FC Vaduz reist heute für sein Trainingslager ins spanische Murcia. Nebst den geplanten Übungseinheiten stehen für die sportlichen Verantwortlichen des FCV vor allem auch Gespräche mit Spielern auf der Agenda: Viele Verträge laufen aus.

Auch die Verträge von Trainer Vrabec und Mittelfeldspieler Jüllich laufen Ende Juni aus. (Foto: MZ)

VADUZ - Der FC Vaduz reist heute für sein Trainingslager ins spanische Murcia. Nebst den geplanten Übungseinheiten stehen für die sportlichen Verantwortlichen des FCV vor allem auch Gespräche mit Spielern auf der Agenda: Viele Verträge laufen aus.

Wie weiter beim FC Vaduz? Auf den Liechtensteiner Challenge-League-Club kommt viel Arbeit zu. Die aktuelle Saison birgt aus Vaduzer Sicht so gut wie keine Spannung mehr. Wohlen steht als freiwilliger Absteiger fest. Xamax führt mit 20 Punkten Vorsprung auf den FCV und 10 auf das zweitplatzierte Schaffhausen die Tabelle an. Die Ausrichtung des Vereins und dementsprechende Personalentscheidungen hängen deshalb schon jetzt mit der nächsten Saison zusammen. Welche Strategie fährt der FC Vaduz? Welche Spieler will er weiter an sich binden – oder zumindest versuchen, sie zu halten?

Sportchef Bernt Haas kündigte bereits beim Trainingsstart Anfang Januar an, sich insbesondere im Trainingslager mit der Zukunft einzelner Spieler zu beschäftigen. Und Gesprächsstoff liegt definitiv genug vor. Bei 13 Profis läuft der Vertrag im Sommer aus, darunter befinden sich etwa Kapitän Philipp Muntwiler oder die Goalies Peter Jehle und Benjamin Siegrist. Ungewiss ist Stand jetzt auch die Zukunft einiger junger Nachwuchstalente, die beim FCV in dieser Saison im Training eingebunden werden.
Definitive Entscheidungen seien bis jetzt noch keine gefallen, erklärte Cheftrainer Roland Vrabec vor der Abreise ins Trainingslager gegenüber dem «Volksblatt». Er sprach lediglich von einer «Liste an für den Verein interessanten Spielern», die noch abgearbeitet werden müsse.

"Ein Vorgriff auf den Sommer wäre am sinnvollsten."

FCV-Cheftrainer Roland Vrabec zu möglichen Transferaktivitäten im Winter

Auslaufen wird im Juni überdies auch der Kontrakt von Vrabec selbst, der im März 2017 die Nachfolge von Giorgio Contini übernommen hatte, danach mit seinem Team den Abstieg aus der Super League aber nicht abzuwenden vermochte. Ob der FCV mit Vrabec sowie dessen Staff verlängern wird, bleibt ebenfalls abzuwarten. Vrabec sagt nur: «Ich kann mich dazu nicht genau äus­sern. Ich denke, dass sich der Verein sicher seine Gedanken machen wird, wie bei allen auslaufenden Verträgen.»
Analog zur bevorstehenden Rückrunde dürfte sich auch das Vaduzer Handeln auf dem Transfermarkt in dieser Winterpause nicht sonderlich spannend gestalten. «Am sinnvollsten wäre es, einen Vorgriff auf den Sommer zu machen», hält der Vaduzer Coach fest und meint damit: Wenn der FCV einen neuen Spieler holt, dann tut er dies in erster Linie im Hinblick auf die kommende Saison. «Nur um den Kader aktuell zu erweitern, müssen wir keinen Spieler holen», so Vrabec.

Der 43-jährige Frankfurter verrät zwar, das schon jetzt «Gespräche mit gewissen Kandidaten» stattfinden würden und es «durchaus sein könnte, das schon in der nächsten Woche etwas passiert», doch dann eben nur in weiser und weiter Voraussicht.
Sollte die Lücke im Sturm, die der kürzliche Abgang von Aldin Turkes (Leihgeschäft mit Rapperswil-Jona bis Saisonende) hinterlässt, nicht geschlossen werden können, sei dies «nicht dramatisch». Auch, weil Vrabec mit Maurice Brunner, Mohamed Coulibaly und Franz Burgmeier zum Rückrundenstart hin wieder drei zuletzt verletzte Offensivakteure mehr zur Verfügung stehen werden. Sie alle könnten Turkes, zu dessen Wechsel sich Vrabec nicht weiter äussern will, im Angriff ersetzen. Auch Pechvogel Yones Felfel, der seit seiner Ankunft 2016 praktisch durchgehend verletzt ist, befindet sich auf dem Weg zurück, wird aber von den angeschlagenen Spielern noch am meisten Zeit brauchen.

"Interessanter Spieler": Der FCV steht im Kontakt mit Aron Sele. (Foto: MZ)

Vrabec lässt in seinen Ausführungen durchblicken, in der Rückrunde womöglich noch mehr auf Junge zurückzugreifen. Moritz Eidenbenz (19) ist da ein Kandidat, der sich aufdrängt. Oder Cedric Chevalley (18), der heute mit der ersten Mannschaft ins Trainingslager reisen darf.
Und zu Nationalspieler Aron Sele (21) von Balzers, dessen Namen seit geraumer Zeit mit dem FC Vaduz in Verbindung gebracht wird, sagt Vrabec: «Wir stehen mit ihm in Kontakt.»
Möglich sei etwa, Sele weiter bei Erstligist Balzers spielen zu lassen, aber ihn in der Rückrunde im FCV-Training einzubinden. Auch Seles Zukunft beim FC Vaduz hängt von den Entscheidungen, die für die nächste Saison getroffen werden, ab. Noch hat er im zentralen Mittelfeld (zu) viel Konkurrenz. Wie sieht es aber ab Sommer aus?

(mp)

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