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Wirtschaft
International|29.12.2017 (Aktualisiert am 29.12.17 10:48)

Apple macht nach Eklat den Batteriewechsel bei iPhones günstiger

CUPERTINO - Apple machte iPhones mit angeschlagenen Batterien langsamer, damit sie nicht ausgingen. Der Konzern entschuldigt sich nun dafür, wie die Kunden darüber informiert wurden.

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CUPERTINO - Apple machte iPhones mit angeschlagenen Batterien langsamer, damit sie nicht ausgingen. Der Konzern entschuldigt sich nun dafür, wie die Kunden darüber informiert wurden.

Nach der Aufregung um die gedrosselte Leistung von iPhones mit abgenutzten Batterien hat sich Apple bei den Nutzern entschuldigt und macht den Akku-Wechsel deutlich günstiger. Zugleich versicherte der Konzern, dass er «niemals» das Erlebnis der Nutzer absichtlich verschlechtern würde, um neue Geräte zu verkaufen.Nach der Aufregung um die gedrosselte Leistung von iPhones mit abgenutzten Batterien hat sich Apple bei den Nutzern entschuldigt und macht den Akku-Wechsel deutlich günstiger. Zugleich versicherte der Konzern, dass er «niemals» das Erlebnis der Nutzer absichtlich verschlechtern würde, um neue Geräte zu verkaufen.
In den USA werde ein nötiger Batteriewechsel ausserhalb der Garantiezeit beim iPhone 6 und späteren Modellen bis Ende kommenden Jahres 29 statt 79 Dollar kosten, kündigte Apple am Donnerstag an. Preise für Europa gab es zunächst nicht. Die Kontroverse war aufgeflammt, nachdem Messwerte gezeigt hatten, dass bei iPhones mit alter Batterie die Spitzenleistung des Prozessors gedrosselt war, während sie nach einem Batteriewechsel auf normales Niveau zurückkehrte.

Apple bestritt die Messergebnisse nicht und verwies auf Massnahmen zur Regelung des Spitzen-Stromverbrauchs bei abgenutzten Batterien.

Für stabilen Betrieb

Apple bestritt die Messergebnisse nicht und verwies auf Massnahmen zur Regelung des Spitzen-Stromverbrauchs bei abgenutzten Batterien. Die Spitzen-Strombelastung werde bei Bedarf «geglättet», um eine plötzliche Abschaltung zu verhindern, teilte der Konzern vergangene Woche mit. Dies passiere nur bei Kälte, niedriger Batterieladung oder abgenutzten Batterien. Ziel sei, dass die Geräte stabil laufen. Die Massnahme wurde im Februar mit einem Software-Update für die iPhone-Modelle 6, 6s und SE eingeführt und im Herbst auch auf das iPhone 7 ausgeweitet. Eine sichtbare Folge für die Nutzer könne sein, dass Apps langsamer starteten, erklärte Apple.

In den vergangenen Tagen wurden mehrere Verbraucherklagen gegen den Konzern vor allem in den USA eingereicht. Die Kläger argumentieren, dass ein Batteriewechsel viel günstiger sei als der Kauf eines neuen Geräts. Apple habe jedoch die Kunden nicht auf diesen Weg hingewiesen, ihr iPhone schneller zu machen.

Zunahme der Beschwerden

Apple kündigte nun an, als weitere Massnahme solle es Anfang kommenden Jahres ein Update des Mobil-Betriebssystems iOS geben, das Nutzern mehr Informationen über den Zustand ihrer iPhone-Batterie geben werde.
«Wir haben nie irgendetwas unternommen, was künstlich die Lebensdauer von irgendeinem Apple-Produkt verkürzt oder das Nutzererlebnis verschlechtert, um Upgrades anzukurbeln - und würden dies auch niemals tun.» Batterien alterten grundsätzlich, und bestimmte Umstände wie eine heisse Umgebung könnten diesen Prozess noch beschleunigen.
In diesem Herbst hätten Beschwerden über langsamer werdende iPhones zugenommen, erklärte Apple. Der Konzern habe dies zunächst aus Erfahrung auf die Installation einer neuen Version des iOS-Systems sowie darin zunächst enthaltene Fehler zurückgeführt. Jetzt glaube Apple, dass dazu auch die chemische Alterung der Batterien in älteren Geräten der Modelle 6 und 6s beigetragen habe.

(sda)

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