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Wirtschaft
Liechtenstein|20.12.2017 (Aktualisiert am 20.12.17 18:41)

Lohnrunde 2018: LANV nicht zufrieden

VADUZ - Nach erfreulichem Start in die Lohnverhandlungen falle die Gesamtbilanz im Gewerbe für den Liechtensteinischen Arbeitnehmerinnenverband (LANV) eher bescheiden aus. Einige Lichtblicke habe es aus Sicht des LANV dennoch gegeben.

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VADUZ - Nach erfreulichem Start in die Lohnverhandlungen falle die Gesamtbilanz im Gewerbe für den Liechtensteinischen Arbeitnehmerinnenverband (LANV) eher bescheiden aus. Einige Lichtblicke habe es aus Sicht des LANV dennoch gegeben.

So dürfen sich die Arbeitnehmenden des Innendekorations- und Bodenlegergewerbes auf mindestens 100 Franken Lohnerhöhung freuen. In weiteren vier Branchen habe man generelle Erhöhungen zwischen 0.5 Prozent und 1 Prozent erzielt können. Zudem musste in der Lohnrunde 2018 keine Nulllohnrunde hingenommen werden.

 

Trotz der wirtschaftlich stabilen Lage und der spürbaren Abschwächung des Schweizer Frankens hääten die Vertreter von neun Gewerbebranchen nicht über 0.5 Prozent zur individuellen Verteilung hinausgehen wollen. «Es schien fast, als hätten es zwischen den Sektionen Absprachen gegeben», merkt der LANV in seiner Aussendung an. Bei guter Auftragslage sei im Bauhaupt- und Nebengewerbe noch vehementer als gewohnt mit vernichtenden Preiskämpfen argumentiert worden. Zudem sei auch auf die steigenden Lohnnebenkosten durch die betriebliche Personalvorsorge verwiesen worden.

«Es schien fast, als hätten es zwischen den Sektionen Absprachen gegeben»

LANV

Weniger Geld im Portemonnaie

In Anbetracht einer Teuerung von 0.5 Prozent sowie steigenden Gesundheitskosten und Vorsorgeprämien hätte sich der LANV deutlich mehr generelle Lohnerhöhungen zur Steigerung der allgemeinen Kaufkraft erhofft. Bei Lohnanpassungen von 0.5 Prozent seien die Löhne hingegen real weniger wert

Mangelnde Solidarität

Die Jahresversammlung des Liechtensteinischen Coiffeurverbands hat beschlossen, den Verband infolge mangelnder Solidarität auf Ende Jahr aufzulösen. Somit habe auch der Gesamtarbeitsvertrag ab 2018 keine Gültigkeit mehr, erklärt der LANV.  Auch im Gastronomiegewerbe fehlt es an Solidarität. Der Sektion Gastronomie der Wirtschafskammer mit neuzeitlichem Gesamtarbeitsvertrag stehe der Hotel- und Gastronomieverband gegenüber. Letzterer akzeptiert keinen Gesamtarbeitsvertrag, womit dessen Mitglieder sich an keine Mindestlöhne halten müssen.

(pd/red)

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