Grosse Freude bei Julia Hassler nach der EM-Bronzemedaille. (Foto: Keystone)
Sport
Liechtenstein|19.12.2017

«Es wird sicher noch ein paar Tage dauern, bis ich das alles realisiere»

KOPENHAGEN - Die Freude bei Julia Hassler nach dem geschichtsträchtigen Erfolg an der Kurzbahn-EM in Dänemark ist riesig. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille über 400 m Freistil sorgte die Schellenbergerin nicht nur für einen Eintrag in die Geschichtsbücher, nein, für sie geht auch ein Traum in Erfüllung.

Grosse Freude bei Julia Hassler nach der EM-Bronzemedaille. (Foto: Keystone)

KOPENHAGEN - Die Freude bei Julia Hassler nach dem geschichtsträchtigen Erfolg an der Kurzbahn-EM in Dänemark ist riesig. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille über 400 m Freistil sorgte die Schellenbergerin nicht nur für einen Eintrag in die Geschichtsbücher, nein, für sie geht auch ein Traum in Erfüllung.

So richtig glauben konnte es Julia Hassler nicht, als sie am Sonntagabend in der Royal Arena in Kopenhagen nach ihrem Rennen über 400 m Freistil auf die Anzeigetafel blickte. Da leuchteten nach der ungarische und der deutschen Flagge doch tatsächlich an dritter Stelle die Liechtensteiner Landesfarben auf. Mit einem riesigen Strahlen im Gesicht fiel sie ihrer deutschen Trainingskollegin Sarah Köhler in die Arme und blickte dabei immer wieder etwas ungläubig auf die grosse Leinwand ausserhalb des Beckens. Ein Traum? Nein! Julia Hassler ist Liechtensteins erste Schwimmerin überhaupt, die an einer Europameisterschaft eine Medaille holt und damit für einen Eintrag in die Sportgeschichtsbücher sorgt.

Und auch einen Tag nach ihrem grossartigen Erfolg, konnte es die Schellenbergerin noch nicht richtig fassen. Gut, wirklich viel Zeit, um darüber nachzudenken blieb ihr auch nicht. Vom Wettkampf ging es kurz ins Hotel, danach wurde gefeiert und nach nur zwei Stunden Schlaf stand bereits der Rückflug an. «Ich denke das wird sicher noch ein paar Tage dauern, bis ich das alles tatsächlich realisierte», meint sie.

Hassler holte nicht nur Bronze, sondern stel­lte auch gleich einen neune Landesrekord auf. (Foto: RM)

«Eine riesen Überraschung»

Dass Hassler zwar immer wieder für Topleistungen auch auf der internationalen Bühne gut ist, hat sie schon des öfteren bewiesen. Schon der siebte Platz an der Langbahn-WM im Sommerüber 800 m Freistil dürfte bei der 24-Jährigen ganz weit oben in der Liste «Karrierehighlights» aufscheinen, ebenso der vierte Platz, den sie kurz vor ihrem Medaillengewinn in derselben Distanz ins dänische Wasser zauberte. Aber eine EM-Bronzemedaille, damit hätte wohl niemand so wirklich gerechnet, am allerwenigsten Hassler selbst, wie sie sagt.

«Mein Ziel war es, so nah wie möglich an meine Bestzeiten heranzukommen. Dass es am Ende für einen Podestplatz reicht, ist einfach eine riesen Überraschung für mich.»

Julia Hassler

Dabei stand ihr Einsatz in der dänischen Hafenstadt kurz vor dem Startschuss sogar «auf der Kippe», wie sie sagt. Die Umstellung vom Fernstudium zum regelmässigen Besuch an der Universität in Mannheim, wo sie derzeit ihren Master macht, habe sie schon an ihre Grenzen gebracht. «Ich war mehr unterwegs, hab weniger geschlafen und alles war viel stressiger. Vor der EM habe ich aber gemerkt wie anstrengend diese Wochen waren und wäre beinahe krank geworden. Der Körper braucht ja auch Zeit, um sich zu regenerieren», so Hassler.

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(mm)

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