Von links: Peter Goop (VLGS), Christian Verling (VLGS), Fortunat Walther (Medicor Foundation), Studienautorin Ingeborg Schumacher-Hummel (Responsible Impact Investing), Dagmar Bühler-Nigsch (VLGS), Stefan Schwitter (VP Bank) und Ursula Finsterwald (LGT) mit Moderator Simon Tribelhorn (Bankenverband). (Foto: Paul Trummer)
Wirtschaft
Liechtenstein|11.12.2017 (Aktualisiert am 11.12.17 19:52)

"Mit Stiftungsvermögen Wirkung erzielen"

TRIESEN - Die Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen (VLGS) und der Bankenverband (LBV) luden am Montag in die Räumlichkeiten der VP Bank in Triesen ein: Im Mittelpunkt stand die Studie «Mit Stiftungsvermögen Wirkung erzielen».

Von links: Peter Goop (VLGS), Christian Verling (VLGS), Fortunat Walther (Medicor Foundation), Studienautorin Ingeborg Schumacher-Hummel (Responsible Impact Investing), Dagmar Bühler-Nigsch (VLGS), Stefan Schwitter (VP Bank) und Ursula Finsterwald (LGT) mit Moderator Simon Tribelhorn (Bankenverband). (Foto: Paul Trummer)

TRIESEN - Die Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen (VLGS) und der Bankenverband (LBV) luden am Montag in die Räumlichkeiten der VP Bank in Triesen ein: Im Mittelpunkt stand die Studie «Mit Stiftungsvermögen Wirkung erzielen».

Gemeinnützige Stiftungen unterstützen je nach vorgeschriebenem Zweck verschiedene, meist wohltätige Projekte – vor allem aus Erträgen von Zins- und Kapitalerträgen des angelegten Stiftungsvermögens. Dies ist aber nur ein Bruchteil der finanziellen Möglichkeiten: Warum nicht vollumfänglich oder zumindestens zu grossen Teilen eine Investitionsanlage wählen, die nachhaltig oder im Sinne des Stiftungszwecks handelt? Dieser und vieler weiterer Fragen ging die gestern präsentierte Studie mit dem Titel «Mit Stiftungsvermögen Wirkung erzielen» nach.

Möglichkeiten sind allen bekannt

«In Liechtenstein sind einige Stiftungen diesbezüglich schon sehr weit», fasste Studienautorin Ingeborg Schumacher-Hummel ihre Befragung von über 50 Stiftungen in der Schweiz und Liechtenstein zusammen. «So gibt es solche, die diesbezüglich als Vorreiter verschiedene Massnahmen durchgesetzt haben. Für die anderen ist es zumindestens ein Thema, mit dem man sich auseinandersetzen will.» Es seien zwar noch vereinzelt ältere Denkweisen vorhanden, etwa dass die Anlagerenditen maximiert werden müssten, um genügend Projektressourcen zu erhalten – und so mehr «Gutes tun zu können». Gerade im Umfeld von tendenziell sinkenden Erträgen kann zweckgebundenes und nachhaltiges Investieren aber noch mehr Chance sein, die Wirkung einer Stiftung zu verstärken. Etwa mit Vorgaben im Anlagereglement, wie es bereits drei Viertel der befragten Stiftungen umsetzen (Vorreiter sind hier übrigens die Hilfswerke). Dabei kommen zumeist Negativkriterien zum Zug: Etwa werden Unternehmen mit kontroversen Geschäftstätigkeiten (Kinderarbeit oder Menschenrechtsverletzungen) ausgeschlossen.

(hm)

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