Spielen nun zusammen in einem Team, von links: Katja Beck, Sophia Hürlimann und Lena Göppel. (Foto: Hepberger/Zanghellini)
Sport
Liechtenstein|25.08.2017 (Aktualisiert am 25.08.17 18:14)

Drei Liechtensteinerinnen wollen sich in der Nationalliga B etablieren

ST. GALLEN/STAAD - Mit Sophia Hürlimann, Lena Göppel und Katja Beck spielen drei heimische Fussballerinnen beim FC St. Gallen/Staad in der zweithöchsten Schweizer Frauenliga und wollen sich dort im knapp 30-köpfigen Kader durchsetzen.

Spielen nun zusammen in einem Team, von links: Katja Beck, Sophia Hürlimann und Lena Göppel. (Foto: Hepberger/Zanghellini)

ST. GALLEN/STAAD - Mit Sophia Hürlimann, Lena Göppel und Katja Beck spielen drei heimische Fussballerinnen beim FC St. Gallen/Staad in der zweithöchsten Schweizer Frauenliga und wollen sich dort im knapp 30-köpfigen Kader durchsetzen.

Der Abstieg des FC Staad aus der Nationalliga A war dann wohl doch einer der ausschlaggebenden Gründe, dass sich die zuvor konkurrierenden Vereine St. Gallen und Staad im Frauenfussball zusammengeschlossen haben. Damit, so die Vereine, können die Talente aus der Ostschweiz besser und auch auf einem höheren Niveau gefördert werden. Der Staader Abstieg in die Nationalliga B kam wohl auch dadurch zustande, dass die NLA von zehn auf acht Teams reduziert wurde und so der Abstiegskampf noch intensiver geführt wurde als in den Vorjahren. Der Klub vom Schweizer Bodenseeufer spielte zuvor seit 2009 erstklassig. Zusammen mit dem FC St. Gallen bildet man nun ein gemeinsames Ostschweizer Team in der zweithöchsten Liga.

«Zusammenschluss ist gute Lösung»

Vom nun zusammengeschlossenen Team FC St. Gallen/Staad können auch drei Liechtensteinerinnen profitieren. Im Ostschweizer NLB-Team spielen nämlich die beiden U19-Nationalspielerinnen Sophia Hürlimann und Lena Göppel sowie die Vaduzerin Katja Beck mit. Sie sind Teil eines knapp 30-köpfigen Kaders, der das NLB-Team bildet. Beide Klubs mussten nach dieser Entscheidung kaum Abgänge verzeichnen und können so auf ein kadermässig sehr grosses Team blicken. «Es ging alles ein wenig schnell für uns. Aber schlussend­lich denke ich schon, dass es eine gute Lösung sein wird, die Ostschweizer Teams zusammenzuschliessen, denn so sind auch alle Talente auf einem Fleck», berichtet die kürzlich 16 Jahre alt gewordene Lena Göppel. Sie ist die jüngste Spielerin im Team von Trainer Leondardo Simonelli. Dieser dürfte dem heimischen Fussballpublikum bekannt sein, war er doch über mehrere Jahre hinweg beim LFV in verschiedenen Nachwuchsnationalteams unterstützend tätig. «Durch den Zusammenschluss von St. Gallen und Staad haben wir einen sehr grossen Kader zur Verfügung. Es ist eine gute Mischung zwischen erfahrenen und jungen, motivierten Spielerinnen. Das Verhältnis ist ziemlich ausgeglichen», erkärt Simonelli, der zuvor beim St. Galler Nachwuchs mitwirkte. Auf die ersten Wochen mit dem neuen gemeinsamen Team blickt er sehr positiv zurück: «Das Klima in der Kabine ist sehr gut. Die Spielerinnen sind schon sehr gut zusammengewachsen. Damit haben wir das erste Ziel, eine Mannschaft zu werden, schon fast erreicht.» Diese Meinung vertreten auch die Liechtensteinerinnen im Team. «Der Zusammenschluss verlief aus meiner Sicht sehr positiv. Es waren alle Spielerinnen sehr motiviert, um miteinander zu arbeiten und wir geben uns Mühe, dass es immer besser klappt. Aber das wird von Training zu Training besser», ist Katja Beck, die zuvor in Staad spielte, überzeugt. Auch das grosse Kader sei kein Problem: «Damit können wir sehr gute Trainingseinheiten absolvieren und davon profitieren wir alle.»

Keine Probleme in der Vorbereitung

Spielerisch sieht Trainer Leonardo Simonelli schon noch Verbesserungspotenzial, auch wenn er selbst mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden ist: «Bislang läuft alles sehr gut. Wir sind nun am Ende der Vorbereitung angekommen und nun gilt der Fokus vermehrt auch dem taktischen Teil. Der technische Teil ist für uns sehr wichtig und da sind wir auf einem sehr guten Weg», blickt er auf die ersten Wochen zurück. Positiv überrascht war auch Sophia Hürlimann, die nach einem Jahr bei den FC Zürich U21-Frauen in die Ostschweiz zurückkehrt: «Ich war überrascht, dass das Team innerhalb dieser kurzer Zeit schon so gut harmoniert. Wir verstehen uns alle bestens», erklärt die 17-Jährige. Sie hat sich aufgrund des bevorstehenden Maturajahres für den Wechsel zurück in die Heimat entschieden: «Die Wege sind für mich damit deutlich kürzer und die Distanz war schon ein erheblicher Faktor für mich, und das ist auch für die Schule sicherlich eine Erleichterung», erklärt sie. Im Team wurde sie dann schnell sehr gut aufgenommen: «Für mich war es sicherlich auch gut, dass ich einen Teil der Mannschaft bereits gekannt habe. Das machte es für mich relativ einfach, mich im Team zu integrieren», lobt die Innenverteidigerin ihre neuen Teamkolleginnen. Simonelli sieht Göppel, übrigens die Schwester von FCV-Profi Maxi Göppel, und Hürlimann als Perspektivspielerinnen für die Zukunft. Sie seien beide bereits ein fester Bestandteil des Teams. Katja Beck kannte er im Vergleich zu den anderen zwei vorher noch nicht, sieht sie aber als sehr engagiertes Teammitglied. «Alle drei sind auf einem sehr guten Weg», lobt Simonelli die drei Liechtensteinerinnen. Das neugeschaffene NLB-Team setzt sich für die anstehende Saison hohe Ziele: «Wir möchten vorne mitmischen und eine gute Leistung abliefern. Alles, was besser ist, nehmen wir natürlich auch gerne an», so Simonelli. Den ersten Auftritt als FC St. Gallen/Staad in einem Meisterschaftsspiel gibt es an diesem Wochenende, wenn am Sonntag, um 16 Uhr, das erste Cupspiel auswärts beim Erstligisten Thusis-Cazis ansteht. Die NLB-Saison startet für die Ostschweizerinnen dann am 2. September in Schlieren.

(fh)

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