Männer mit Schaufeln passieren am Freitag eine Strassensperre auf der Passhöhe, nach einem Abgang einer 300 Meter breiten Lawine auf der Schwägalp AR. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurden drei Personen leicht verletzt.
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Schweiz|11.01.2019

Keine Vermissten - Lawine auf Schwägalp war "nicht voraussehbar"

SCHWÄGALP AR - Der Geschäftsführer der Säntis Schwebebahn geht davon aus, dass sich nach der Lawine vom Donnerstag keine verschütteten Menschen mehr in den Schneemassen befinden. "Wir sind mit einem bauen Auge davon gekommen", sagte Bruno Vattioni.

Männer mit Schaufeln passieren am Freitag eine Strassensperre auf der Passhöhe, nach einem Abgang einer 300 Meter breiten Lawine auf der Schwägalp AR. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurden drei Personen leicht verletzt.

SCHWÄGALP AR - Der Geschäftsführer der Säntis Schwebebahn geht davon aus, dass sich nach der Lawine vom Donnerstag keine verschütteten Menschen mehr in den Schneemassen befinden. "Wir sind mit einem bauen Auge davon gekommen", sagte Bruno Vattioni.

Es gebe keine Vermissten, erklärte der Chef der Säntisbahn am Freitag an einer Medienkonferenz im Restaurant "Rossfall" unterhalb der Schwägalp. Die Aufräumarbeiten sind im Gang. Sie sollen bald Gewissheit bringen, dass keine weiteren Personen zu Schaden gekommen sind, hofft Vattioni.

Drei Personen wurden durch die riesigen Schneemassen, die am Donnerstag gegen 16.30 Uhr niedergingen, leicht verletzt. Sie konnten das Spital bereits wieder verlassen. Von den 120 Gästen und Angestellten, die sich am Donnerstag im Hotel befanden, wurden 80 bereits am Donnerstag ins Tal gebracht.

40 Personen verbrachten die Nacht freiwillig an einem sicheren Ort auf der Schwägalp. Sie wurden am Freitagmorgen ebenfalls ins Tal gebracht, wie der Geschäftsführer der Säntis Schwebebahn ausführte. Derzeit befinden sich noch ein Anzahl Mitarbeitende auf der Schwägalp. Das Gebiet ist aus Sicherheitsgründen gesperrt.

"Lawine war nicht voraussehbar"

"Eine Lawine in diesem Ausmass war nicht voraussehbar", betonte Vattioni. Noch nie in der 84-jährigen Geschichte der Säntisbahn habe es so etwas gegeben. Selbst Fachleute seien überrascht "Wir haben mit Lawinen viel Erfahrung", sagte Vattioni. Lawinengefährlich sei eigentlich die Südflanke des Säntis auf der anderen Seite.

Auf dem Säntis befindet sich eine Messstelle des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF. Die Situation werde täglich beurteilt, sagte Vattioni. Zum Lawinenabgang werde es eine Untersuchung geben.

Am Donnerstag fielen auf der Schwägalp rund 30 Zentimeter Neuschnee. Weil ab Sonntag neue Schneefälle angekündigt sind, arbeiten die Räumungsequipen fieberhaft, um am Freitag und Samstag möglichst weit zu kommen.

Die durch die Lawine entstandenen Schäden lassen sich laut Vattioni noch nicht beziffern. Die verschütteten Gebäudeteile werden geräumt und danach provisorisch repariert. Das Hotel und die Säntis-Schwebebahn bleiben vorläufig geschlossen.

(sda)

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