IZRS-Präsident Nicolas Blancho (rechts), der Medienverantwortliche Qaasim Illi (Mitte) und Kulturproduzent Naim Cherni (links) vor Prozessbeginn am Bundesstrafgericht in Bellinzona.
Vermischtes
Schweiz|16.05.2018

Bundesanwaltschaft fordert bedingte Freiheitsstrafen für IZRS-Mitglieder

BELLINZONA - Die Bundesanwaltschaft hat für die drei IZRS-Vorstandsmitglieder Naim Cherni, Qaasim Illi und Nicolas Blancho je eine bedingte Feiheitsstrafe von 24 Monaten gefordert. Sie geht bei allen von einem mittleren Verschulden aus.

IZRS-Präsident Nicolas Blancho (rechts), der Medienverantwortliche Qaasim Illi (Mitte) und Kulturproduzent Naim Cherni (links) vor Prozessbeginn am Bundesstrafgericht in Bellinzona.

BELLINZONA - Die Bundesanwaltschaft hat für die drei IZRS-Vorstandsmitglieder Naim Cherni, Qaasim Illi und Nicolas Blancho je eine bedingte Feiheitsstrafe von 24 Monaten gefordert. Sie geht bei allen von einem mittleren Verschulden aus.

Die Staatsanwältin des Bundes, Juliette Noto, versuchte in ihrem Plädoyer mit zahlreichen Beispielen aus Internet-Videos aufzuzeigen, dass der interviewte Abdallah Al-Muhaysini ein führendes Mitglied der Al-Kaida ist. In den vom Angeklagten Naim Cherni gemachten Filmen wird gemäss Bundesanwaltschaft Al-Muhaysini eine Plattform geboten, um Propaganda zu betreiben.

Von einem journalistischen Werk könne nicht die Rede sein, betonte Noto. So schaue Al-Muhaysini während des Interviews auch direkt in die Kamera. Dabei wende er sich an die jungen Muslime der Welt. Er fordere sie verschleiert auf, in den Dschihad zu ziehen.

Die Bundesanwaltschaft wirft den drei Angeklagten mit der Produktion, dem Bewerben und der Publikation zweier Videos einen Verstoss gegen Artikel 2 des Bundesgesetzes vor. Es betrifft das Verbot der Gruppierungen Al-Kaida und Islamischer Staat sowie verwandter Organisationen.

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Vermischtes
Schweiz|vor 37 Minuten
An’Nur-Prozess: Das sagt die Staatsanwältin zum milden Urteil

ZÜRICH - Acht bedingte Freiheits- oder Geldstrafen und zwei Freisprüche: Die Beschuldigten im An’Nur-Prozess, die zwei Männer in ihrer Winterthurer Moschee der Freiheit beraubt, genötigt und bedroht haben sollen, erhielten am Dienstagmorgen ihr Urteil. Das Gericht blieb mit den Strafen unter den Anträgen der Staatsanwaltschaft.

Liechtensteiner Volksblatt AG
© 2018, Alle Rechte vorbehalten.