Von Goali Nikola Portner wird in der WM-Qualifikation einiges abhängen
Sport
International|03.01.2018

Schweizer starten in Estland in die WM-Qualifikation

HANDBALL - Die Schweizer Handballer starten am heute Abend mit dem Spiel in Estland in die WM-Qualifikation. Das Team von Trainer Michael Suter möchte endlich wieder einmal ein Ausrufezeichen setzen.

Von Goali Nikola Portner wird in der WM-Qualifikation einiges abhängen

HANDBALL - Die Schweizer Handballer starten am heute Abend mit dem Spiel in Estland in die WM-Qualifikation. Das Team von Trainer Michael Suter möchte endlich wieder einmal ein Ausrufezeichen setzen.

Die Schweizer nahmen letztmals an der Heim-Europameisterschaft 2006 an einem grossen Turnier teil. An Weltmeisterschaften waren sie zum letzten Mal 1995 in Island dabei, als sie den 7. Platz erreichten. In der WM-Qualifikation vor zwei Jahren erlebte die SHV-Auswahl bei der 21:34-Niederlage im entscheidenden Spiel in der Niederlande einen absoluten Tiefpunkt.

In der Folge übernahm Suter, der das Team stark verjüngte und auf Spieler setzt, die sich bereit erklärten, in den kommenden Jahren konsequent auf den Handball zu setzen. Zwar holten die Schweizer in der vergangenen EM-Qualifikation gegen Deutschland, Slowenien und Portugal keinen Punkt, dennoch ist ein klarer Aufwärtstrend erkennbar. Das zeigte sich auch Ende Dezember am Yellow-Cup in Winterthur, wo die Mannschaft sehr abgeklärt und diszipliniert auftrat und nach einem Sieg gegen EM-Teilnehmer Serbien (32:28) sowie einer knappen Niederlage gegen ein praktisch in Bestbesetzung angetretenes Russland (29:30) den 2. Platz belegte.

Insofern ist das Selbstvertrauen im Hinblick auf die Partie in der estnischen Hauptstadt gross. "Wir sind auf einem guten Weg", sagte Torhüter Nikola Portner, der eine Schlüsselrolle einnimmt. "Jeder geht für jeden. Ich bin sehr optimistisch." Allerdings wird sich erst am Mittwoch zeigen, wie weit das Team schon ist. Suter bezeichnete das Spiel als "enorm wichtig." Neben den Esten ist Bosnien-Herzegowina der zweite Gegner - nur der Sieger erreicht das Playoff im Juni.

Auf dem Papier sind die Bosnier der Gruppenfavorit. Estland und Bosnien-Herzegowina spielten bereits Ende Oktober gegeneinander, wobei sich zweimal das Heimteam durchsetzte. Beide Mannschaften sind eingespielter als die Schweizer. Bei den Esten hängt vieles von den in der Bundesliga engagierten Dener Jaanimaa und Mait Patrail ab. Letzterer war einst bei den Kadetten Schaffhausen tätig. "Das sind Topspieler", so Suter. "Es ist eine gefährliche Equipe." Das Plus der Bosnier ist die internationale Erfahrung. Die bisherigen drei Duelle gegen die Osteuropäer verloren die Schweizer allesamt; gegen Estland ist die Bilanz mit 1:1 Siegen ausgeglichen.

Der SHV-Auswahl kann nicht in Bestbesetzung antreten. Gerade im Rückraum fehlt es wegen den Verletzungen von Nicolas Raemy, Roman Sidorowicz, Pascal Vernier und Zoran Markovic an Alternativen. Ausserdem pausiert Regisseur Andy Schmid, der mit Abstand beste Schweizer Handballer. Für Suter ist das jedoch kein Grund zum Jammern. Warum gelingt der Gruppensieg? "Weil wir es am meisten wollen und wir am unverbrauchtesten sind. Wir glauben an das, was wir machen, an unsere Struktur in unserem Spiel und auch an die Emotionen, die wir bringen können. Wir können das, was der Gegner uns voraus hat, als Gruppe wettmachen. Jeder kann den anderen aus einem Loch herausziehen."

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