Wirtschaft
Schweiz|03.01.2018

Vor zehn Jahren kaufte Nestlé erstes Schweizer Wasser

BERN - Vor zehn Jahren hat der Nahrungsmittelriese Nestlé das Mineralwasser Henniez geschluckt. Für beide war das ein Glücksfall: Nestlé Waters ist zum Marktführer bei den Mineralwasser geworden. Und die Waadtländer Traditionsmarke sicherte ihre Zukunft.

Es war ein grosser Schritt: Nach mehr als 100 Jahren Eigenständigkeit hat Henniez Anfang September 2007 entschieden, die Eigenständigkeit auf Anfang 2008 aufzugeben. Die Mehrheitsaktionärin, die Familie Rouge, hat ihre Anteile verkauft, um das Überleben der Marke zu sichern.

"Die Entscheidung war reiflich überlegt", sagte der damalige Unternehmenschef Nicolas Rouge damals vor den Medien. Seine Mutter, sein Bruder und er selbst seien zum Entschluss gekommen, dass dies der beste Schritt sei, um die Marke zu erhalten und den Mitarbeitenden eine Zukunft zu gewähren. Eine Expansion ins Ausland hätte das Unternehmen alleine nicht gewagt. Etwa 150 Millionen Franken Umsatz generierte Henniez damals und beschäftigte 270 Mitarbeiter. Noch heute sind es gleich viele.

Nestlé bezahlte 155 Millionen Franken für Henniez und sicherte sich dank der Akquisition eine moderne Produktionsstätte in der Schweiz. Bisher hatte sie keine solche. Seine Division Nestlé Waters vereinte damals ausschliesslich ausländische Marken wie Vittel, Contrex, Perrier oder San Pellegrino.

Zudem bekam Nestlé durch Henniez eines der bekanntesten Mineralwasser ins Haus. Im Restaurant ein Henniez zu bestellen galt gemäss Nestlé damals schon fast als Synonym für "ein Mineralwasser trinken".

Die Wasser-Sparte bei Nestlé (Nestlé Waters) trug im Jahr 2016 etwa 8 Milliarden zum Umsatz von 89,4 Milliarden Franken bei. Wasser zählt beim Konzern als Wachstumsfeld, denn der Nahrungsmittelmulti will sich vermehrt auf gesunde statt nur fertige Produkte wie Tiefkühlpizza und Schokolade konzentrieren.

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Wirtschaft
Schweiz|heute 09:44
Uhrenexporte im September mit erstem Rückgang seit April 2017
Liechtensteiner Volksblatt AG
© 2018, Alle Rechte vorbehalten.