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Leserbrief

Mowgli von der Kaa geblendet!

Philippe Landis,Poska 8, Triesen | 1. Juli 2017

Endlich rührt sich auch was in den Medien (siehe Forumsbeitrag der Freien Liste vom 3. Juni) und auch die Krankenkassen-Versicherten merken langsam, was sich die Liechtensteiner in Unkenntnis der wirklichen Auswirkungen des neuen KVG und vor allem dessen Ausführungsbestimmungen betreffend der neuen Franchisen- und Selbstbehaltsbeträge da eingebrockt haben.
Oder waren damals die knappen 51 Prozent aller Stimmberechtigten vom raffiniert inszenierten und für die meisten aber unverständlichen KVG-Szenario, wie Mowgli im Dschungel von der Brillenschlange Kaa, geblendet worden, und so dem neuen KVG-Vorschlag mit dem honigsüssen Zückerlein einer Prämienreduktion von 26 Fränkli und 40 Räppli pro Monat voller Verzückung auf den Leim gekrochen?
Tatsache ist, das die extrem erhöhten minimalsten Franchisen und Selbstbehalte bereits bei drei bis vier Arztbesuchen pro Jahr, inklusive Labor- und Medikamentenkosten, selbst ohne die unterstellte «Überarztung» schnell erreicht sind, und so eine enorme Prämienverteuerung erzeugen. Diese trifft vor allem den einfachen Normalbürger gewaltig und schlägt sich auf dessen an sich schon knappen Geldbeutel nieder. Bei Senioren mindestens mit 79 Franken pro Monat, gleich plus 23 Prozent! Und bei allen andern mindestens 116 Franken pro Monat, gleich plus 33 Prozent!
Der einzige Vorteil liegt beim Staat, der enorm weniger an Prämienrückvergütungen zahlen muss.
Der veraltete, gemäss Schweizer Zeitungsberichten, teurere, auch in der Schweiz infrage gestellter Schweizer Tarmed, der neuestens in Liechtenstein angewendet wird, sowie die durch unsere Kassenprämien- und Steuergelder finanzierten Gerichtsverhandlungen gegen nicht erwiesene unwirtschaftliche Praxisführungen und Überarztungen lassen zudem grüssen.


Philippe Landis,
Poska 8, Triesen

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