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Leserbrief

Wird Nendeln wieder zu «Endlen»?

Alexandra Marion Schädler,Gewerbeweg 3, Vaduz | 1. März 2016

Dorfentwicklung

Die Gemeine Eschen-Nendeln schreibt auf ihrer Homepage: «Nendeln ist ein zur Gemeinde Eschen gehörendes Dorf östlich des Riets, am flachen Hangfuss des Dreischwesternmassivs.» Per 31. 12. 2012 zählt Nendeln 1415 Einwohner. Offenbar zu wenig Steuerzahler, um die Verantwortlichen wachzurütteln, dass zwei Ortsteile, Eschen und Nendeln, den Hauptort des Liechtensteiner Unterlandes bilden! Denn auf der Homepage wird festgehalten, dass Eschen über ein einzigartiges und modernes Dorfzentrum mit Dorfplatz, Kirche, Verwaltung, Post sowie vielen kleineren Geschäften verfügt. Somit ein Begegnungsort für Jung und Alt ist. Und Nendeln? Aus meiner Sicht ging bei den Verantwortlichen über Jahre Nendeln vergessen. Denn Untätigkeit und Ideenlosigkeit innerhalb der Gemeinde führen letztlich dazu, dass der Dorflada in Nendeln seine Türen schliesst. Es ist richtig, dass unsere Mobilität, die Einkaufsmöglichkeiten über das Internet sowie die grosse Vielfalt der Produkte unser individuelles Einkaufsverhalten beeinflussen und verändern. Ich bin jedoch der Ansicht, dass das Problem nicht nur im Einkaufsverhalten liegt. Es ist meiner Meinung nach die Aufgabe des Gemeinderats, ein Dorf attraktiv zu gestalten und Strategien zu erarbeiten, um optimale Lebensbedingungen und Wachstumssteigerung zu schaffen. Werden Gemeinden hingegen zu ausgesprochenen Schlafgemeinden, sinkt die Identifikation und damit auch die Bereitschaft, sich um die Zukunft der Gemeinde zu kümmern. Dies hat zur Folge, dass Firmen keine Argumente finden, um nach Nendeln zu ziehen und Arbeitsplätze zu schaffen. Was den Wohnstandort für steuerzahlende Zuzügler unattraktiv macht. Dies hat zudem Auswirkungen auf die Immobilienpreise der Randgemeinde. Was wurde in den letzten Jahren in Nendeln gestaltet? Meiner Meinung nach denkt der Gemeinderat in Bezug auf Nendeln lediglich fürs Wohnen. Doch Wohnen alleine genügt für Nendeln nicht, um auch in Zukunft vital, das heisst lebensfähig, zu sein. Viele Faktoren sind für die kleine Gemeinde schlecht, dazu zählen der Verkehr, die Bevölkerungsentwicklung, Infrastrukturqualität und die Arbeitsplatzentwicklung. Die bereits spürbare Resignation wird zunehmen, wenn nicht dringend gehandelt wird! Aus diesem Grunde frage ich mich, weshalb wird ein Einkaufszentrum auf der Parzelle 1234 in Eschen geplant? Was ist mit Nendeln? Oder plant der Gemeinderat, die 1415 Einwohner von Nendeln nach Eschen umzusiedeln?

Alexandra Marion Schädler,
Gewerbeweg 3, Vaduz

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