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Leserbrief

Volle (Wind-)Kraft voraus!

Andrin Gstöhl und Ursin Gstöhl,Lowal 23, Balzers, mit Jan Camenisch,Stadel 21, Balzers | 16. Januar 2017

Liebe Leser, liebe Balzner
Zur vergangenen Diskussion am Donnerstag im kleinen Gemeindesaal in Balzers wollen wir als tief verwurzelte Balzner Stellung nehmen. Wie an dem besagten Abend mehrfach erwähnt aber anscheinend immer noch nicht ganz verstanden, muss der Windpark bei einer allfälligen Zusage des Balzner Stimmvolkes noch zahlreiche Hürden nehmen. Unter anderem das Bestehen einer Umweltverträglichkeitsprüfung und die Garantie der Wirtschaftlichkeit.
Gesundheitliche Bedenken und Fragen wurden natürlich ebenfalls zu Recht gestellt. Wie kann man jedoch bei einem Windpark Bedenken dieser Art haben, aber den fossilen und nuklearen Energiequellen eine Chance geben, trotz vorliegendem Klimawandel und dem über Tausende Generationen anfallenden Atommüll? Wie kann man die Probleme dieser Energiequellen, obwohl es Alternativen gibt, den Kindern und den Ökosystemen der Erde guten Gewissens vererben?
Wer sich trotzdem mit neutralen und wissenschaftlich erarbeiteten Fakten zum Infraschall auseinandersetzt, wie beispielsweise einer Studie des «Bayerischen Landesamt für Umwelt» oder der Tatsache, dass wir tagtäglich von Infraschall umzingelt sind, sieht jedoch eine grosse Chance in der exotischen Windenergie.
Neben der wunderbaren Fügung, dass der Standort And/Ans eine auf schweizweiten Wind-Spitzenwerten beruhende Lage besitzt, wäre doch das schöne, eine eigenständige Produktion von Strom. Schliesslich sollten wir uns doch irgendwann in der nahen Zukunft umweltpolitisch orientieren und Flagge zeigen, ohne die Verantwortung abzuschieben. Was wir jedoch entschieden für uns sagen können, ist, dass wir uns nicht aufgrund der Farbe einer Lampe auf dem Kopfstück eines Windkraftwerkes oder Ähnlichem, von einer nachhaltigen Technologie wie der Windkraft verabschieden (dies war tatsächlich der Einwand eines besorgten Bürgers in der Diskussionsrunde).
Auch wenn die Meinungsumfrage zum Windpark And/Ans negativ ausfällt, sind wir frohen Mutes aufgrund folgender Gewissheit: Die erneuerbaren Technologien sind nicht mehr aufzuhalten, denn mehr als gratis kann ein Rohstoff nicht sein oder wie Pablo Neruda einmal sagte: «Sie können alle Blumen abschneiden, den Frühling aber können sie nicht aufhalten.»
Liebe Grüsse von eurer Zukunft


Andrin Gstöhl und Ursin Gstöhl,
Lowal 23, Balzers, mit Jan Camenisch,
Stadel 21, Balzers

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