Leserbrief

Verharmlosung einer Straftat

Rolf Müller,Purtscher 11, Mauren | 24. Februar 2016

Sehr geehrter Herr Schädler,
Ihr Beispiel über den Diebstahl von Süssigkeiten durch Julia, einer Ausländerin, hat mich entsetzt. So wie Sie das schreiben, bagatellisieren, verharmlosen und goutieren Sie eine solche Straftat. Lassen wir die Ausschaffungsinitiative einmal aus-ser Betracht. Das was Sie in Ihrem Beispiel darstellen, ist «qualifizierter» Einbruch. Beim Aufhebeln eines Fensters entsteht eine Sachbeschädigung. Das unerlaubte Betreten eines Gebäudes ist Hausfriedensbruch und das Entnehmen von Waren, ohne zu bezahlen, ist Diebstahl. Es kommt nicht auf die lächerliche Summe des Diebesgutes an. Wenn Julia dies jede Woche macht, und vielleicht bleibt es nicht nur bei Süssigkeiten, wird die Summe nicht mehr lächerlich sein. Die Summe an Diebstählen geht in die Milliarden von Franken und bezahlen tut dies der Steuerzahler und Versicherungsnehmer.
Nun zur Ausschaffungsinitiative. Mir kommt es so vor, wie wenn die Gegner der Initiative die Täter zu Opfern machen. Über die wahren Opfer von Diebstählen, Einbrüchen, Körperverletzungen usw. wird kein Wort verloren, wie diese Menschen ihr Trauma und ihr weiteres Leben in den Griff bekommen. Im Übrigen gibt es heute schon Liechtensteiner oder Schweizer, die in Liechtenstein oder in der Schweiz Einreiseverbote haben und quasi ausgeschafft wurden. Würden Richter die Strafbemessung anwenden und durchziehen, wie es vorgesehen ist, wäre diese Initiative unnötig. Freundliche Grüsse,


Rolf Müller,
Purtscher 11, Mauren

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