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Leserbrief

FBP stellt Busbevorzugung in Frage

| 24. Februar 2016

Öffentlicher Busverkehr

Angeblich «gefährliche Überholmanöver an den Haltestellen» dienen der FBP als Vorwand, den Busverkehr für Passagiere weniger attraktiv und für den Staat teurer machen zu wollen. Im Namen der Verkehrssicherheit soll der Busverkehr nicht mehr durch Fahrbahnhaltestellen bevorzugt werden. Fachleuten ist allerdings klar: die Förderung von LIEmobil verlangt Fahrbahnhaltestellen auf allen staugefährdeten Strecken ohne Busspur.
Teure Busbuchten sollen nur dort realisiert werden, wo sie aus betrieblichen Gründen sinnvoll sind. Denn Busbuchten bevorzugen den Autoverkehr und behindern den Busverkehr; sie sind also kein «ausgewogenes Miteinander». Bei Stausituationen wird der Bus bei jeder Busbucht von Autos überholt und fällt so in der Kolonne immer weiter zurück. Dadurch steigt die Fahrzeit und Bahn- und Busanschlüsse sind in Stosszeiten gefährdet. Ganz anders bei preiswerten Fahrbahnhaltestellen: Die Autos bleiben während der kurzen Wartezeit hinter dem Bus stehen. Dadurch hat der Bus meist freie Fahrt bis zur nächsten Haltestelle.
Der öffentliche Busverkehr ist attraktiv, wenn die Fahrzeiten knapp bemessen und die Anschlüsse dennoch sicher sind. Dies verlangt konsequente Busbevorzugung. Bei viel Platz und mit genügend Geld sind Busspuren zweifellos die optimale Art der Busbevorzugung. Kostengünstigere Fahrbahnhaltestellen sind sicherer als Buchten (gefährliche Situationen bei der Ausfahrt der Busse aus der Bucht), sind für die Buskunden angenehmer und bedeuten in Stausituationen für die Autofahrenden kaum einen Zeitverlust. Den Stau machen übrigens die Autos, nicht die LIEmobil-Busse! Im Durchschnitt braucht eine Person per Bus gut zehn Mal weniger Stras-senfläche als eine Person per Auto.

Vorstand des Verkehrs-Clubs Liechtenstein (VCL)

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