Leserbrief

Liberalisierung von Cannabis in Liechtenstein!

Udo Meesters,Hofistrasse 42, Triesenberg | 23. Februar 2016

Drogenpolitik

Ich beziehe mich auf den Artikel in der «Liewo» vom 21. Februar 2016, Seite 8:
Als Krebskranker habe ich mich eingehend mit dieser Thematik befasst, jedoch immer wieder das völlig absurde Gegenargument bezüglich Legalisierung – «Cannabis als Einstiegsdroge zur Drogenkarriere!» – zur Kenntnis nehmen müssen. Jeder langjährige Kiffer kann Ihnen bestätigen, das man sofort den Cannabiskonsum beenden kann – ohne Entzugserscheinungen. Damit befürworte ich aber nicht, Cannabis für den freien Handel zu legalisieren. Cannabis unterstützt u.a. bei Leukämie, Ostheoporose, Krebs … und das sollte auch unseren Politikern bekannt sein. Es ist überdies ohne Nebenwirkungen und vermindert die Einnahme teurer Medikamente. Das sogenannte «Drogensyndrom» wird von der Pharmaindustrie noch unterstützt, weil sie bei einer Legalisierung Millionenverluste verzeichnen würde. Selbst Cannabisöl fällt unter das Drogengesetz. Beispiel: Cannabis mit hohem THC-Gehalt wird überwiegend als Schmerztherapie angewendet. Cannabis mit hohem CBD-Gehalt zur unterstützenden Bekämpfung, z. B. auch bei Krebs (Chemotherapie). Aufgrund der Gesetzeslage jedoch müsste sich ein Kranker entscheiden: Gesünder bzw. schmerzfrei = illegal oder weiterhin teure Medikamente und trotzdem Schmerzen = legal.
Wieso ist man als Politiker nicht in der Lage, Cannabis aus medizinischen Gründen zu legalisieren und trampelt weiterhin auf dem Wort «Einstiegsdroge» herum? Unter bestimmten Vorraussetzungen hat man die Möglichkeit, das Medikament «Dranabinol» legal über seinen Hausarzt zu erhalten. Dazu bedarf es aber einer umfangreichen Beantragung an den Gesetzgeber. Das ist aber noch lange kein vergleichbarer Ersatz für konzentriertes CBD- oder THC-Öl. Also, liebe Politiker, gleich welcher Couleur: Diskutiert über die wesentliche Heilwirkung von Cannabis, welche weltweit bekannt ist, statt immer wieder harte Drogen wie Crack, Kokain etc. dabei ins Spiel zu bringen, um Cannabis endlich für den medizinischen Bereich zu legalisieren. Das erspart der Krankenkasse viele Kosten durch Einsparung teurer Medis. Per Rezept ist dann eine Kontrolle vorhanden. Cannabis ist keine Droge, sondern medizinisch ein Heilmittel.

Udo Meesters,
Hofistrasse 42, Triesenberg

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