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Leserbrief

Seniorenbund zum Jahresergebnis AHV 2015

Vorstand des LiechtensteinerSeniorenbundes | 23. Februar 2016

AHV-Revision

In ihrem Februar-Newsletter berichtet die AHV über die Jahresergebnisse 2015 AHV-IV-FAK. Das finanzielle Jahresergebnis für die AHV (ohne IV und FAK) ist unterdurchschnittlich. Die leicht angestiegenen Beiträge, die Vermögenserträge und der Staatsbeitrag reichen nicht aus, um die höheren Ausgaben (Leistungen) zu decken. Es fehlen 25.65 Mio. Franken. Im Vergleich zum Vorjahr fällt natürlich auf, dass den Vermögenserträgen des Jahres 2014 von 165.64 Mio. Franken in diesem Jahr ein Minusertrag von 31.71 Mio. Franken gegenüber steht. Bemerkenswert – und das sollte nicht verschwiegen werden – ist aber auch die Reduktion des Staatsbeitrages von 59.53 Mio. Franken (2014) auf 50 Mio. Franken (2015). Diese Einsparung des Staates beträgt immerhin 40 Prozent des Jahresverlustes.
Der AHV-Fonds steuerte seit der Einführung der AHV etwas mehr als 1/5 der gesamten Einnahmen der AHV bei. Gerne wird er daher als zusätzlicher Beitragszahler bezeichnet. Das ist er in der Tat. Er ist aber auf kurze Sicht gesehen ein nicht sehr zuverlässiger Beitragszahler. Bei günstigen Verhältnissen auf den Kapitalmärkten schüttet er sein Füllhorn aus. Allein im Jahre 2009 konnten Kapitalerträge von 234 Mio. Franken erzielt werden. Im Jahr zuvor war jedoch ein Verlust von 345 Mio. Franken zu verzeichnen. Die Erträge, welche der Fonds erwirtschaftet, müssen in einem längeren Zeitraum betrachtet werden. In diesem Jahrhundert (Jahr 2000 mitgerechnet) waren die Erträge in 11 Jahren positiv und in 5 Jahren negativ. Die erzielte Rendite betrug im Durchschnitt 2.23 Prozent. Diese beachtliche Performance auch in Zukunft zu erzielen, wird keine leichte Aufgabe für die Verwalter des AHV-Vermögens sein.
Der Vorstand des Seniorenbunds hat gerne zur Kenntnis genommen, dass die Verantwortlichen der AHV bei der Kommentierung des Jahresergebnisses 2015 genau diese langfristige Betrachtungsweise anwenden. Mit grosser Sachlichkeit, ohne das negative Resultat «schönzureden», wird das Ergebnis in einen grösseren Kontext gestellt und damit relativiert.
Gefreut hat sich der Seniorenbund auch über eine Aussage des Ministers für Gesellschaft, Herr Dr. Pedrazzini. In einem Interview im «Liechtensteiner Volksblatt» wird er mit folgendem Satz zitiert: «Der Staat wird sich nicht aus der Verantwortung ziehen und weiterhin seinen Beitrag leisten.» Ohne substantiellen Staatsbeitrag werden die AHV-Renten auf lange Sicht nicht gesichert werden können. Dem Seniorenbund ist es ein grosses Anliegen, dass auch die zukünftigen Rentner mit einer guten Rente rechnen können. Nächste Woche wird der Vorstand des LSB in einem Forumsbeitrag zum Staatsbeitrag Stellung nehmen.

Vorstand des Liechtensteiner
Seniorenbundes

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