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Leserbrief

Hinhaltetaktik der Ärztekammer

Agnes Dentsch,Landtagskandidatin,Poliweg 12, Ruggell | 14. Januar 2017

Die Verhandlung zwischen Ärztekammer und Regierung ist gescheitert, las ich in den Medien. Jetzt soll eine Plenarversammlung der Ärztekammer Licht ins Dunkel bringen. Adrian Hasler hat nun in einigen Punkten nachgegeben. Hätte ich nicht getan, Gesetz ist Gesetz. Punkt. Es will nicht in meinen Schädel, dass ein Gesetz einfach ignoriert werden kann. Wenn ich gesetzeswidrig handle, werde ich bestraft. Gilt das nicht auch für die Ärzte?
Was will die Ärztekammer wirklich? Wollen sie ihre «Narrenfreit» wieder? Anscheinend geht es doch nicht um den Tarmed oder die zwei Artikel 65a und 65b – um was dann? Oder wollen sie doch das neue KVG gesamthaft kippen? Oder ist es nur eine Hinhaltetaktik und sie warten auf die Landtagswahlen mit VU-Regierung und hoffen, dass dann alles zu ihren Gunsten gerichtet wird? Die Frage ist: Auf wessen Seite tendieren die VU-Regierungskandidaten? Zwei von ihnen sind sicherlich ärztetreu, oder liege ich da falsch?
Für Laien ist es kaum nachvollziehbar, was jetzt eigentlich los ist. Sollen Prämien- und Steuerzahler solidarisch nur weiter zahlen und sich stumm und taub stellen? Was wäre, wenn die Versicherten solidarisch gegen die Ärztekammer demonstrieren würden? Wer würde gewinnen?
Zurzeit herrscht Chaos. Einige Ärzte drücken die Rechnung gleich in der Praxis in die Hände der Patienten. Andere schicken die Rechnung doch an die Kassen und andere wiederum nach Hause.
Die Verunsicherung der Patienten und Versicherten wächst. Vielen geht dieser Streit auf den Geist und sie wollen Klarheit. Mir geht auch nicht anders.
Es ist und bleibt eine Schande für unser Land, dass dieser Streit zwischen Ärztekammer und Regierung auf dem Rücken der Versicherten ausgetragen wird.
Es wäre wünschenswert, die Namen aller Ärzte öffentlich zugängig zu machen, die gewillt sind, das neue Gesetz zu akzeptieren und nach Tarmed abrechnen. Dann hätten die Patienten die Wahl, welchen Arzt sie aufsuchen möchten und welchen nicht.

Agnes Dentsch,
Landtagskandidatin,
Poliweg 12, Ruggell

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