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Leserbrief

Triple A: abstrus, absurd, abwegig

Sigi Scherrer,Landstrasse 79, Vaduz | 5. Februar 2016

Finanzwirtschaft

In seinem Beitrag «Die UBS verliert an Schwung» schreibt Thomas Gries­ser in der Rubrik Wirtschaft des «St. Galler Tagblatts» vom 3. Februar 2016 (Seite 11): «Operativ hingegen neigten die Vorsteuergewinne der einzelnen Divisionen zumeist zur Schwäche, vor allem im Wealth Management … und der Investmentbank … Dabei verbuchte das Wealth Management mit einem Vorsteuergewinn von 2,7 Milliarden Franken das beste Ergebnis seit 2008.» Habe ich da nicht ganz verstanden, was genau denn schwächle? Aber auch die Analysten scheinen mit dem Rekordergebnis nicht klarzukommen: «Trotz allem überwiegt bei Analysten die Enttäuschung, zumal die UBS ein extrem gutes erstes Semester hatte, wie Andreas Brun, Analyst der Zürcher KB, schreibt, seither aber stark abgebaut hat.» Der Abbau schaut so aus: «949 Millionen Franken weist die UBS als Gewinn für das vierte Quartal 2015 aus. Das ist zwar deutlich mehr als die 795 Millionen Franken, die Analysten im Schnitt geschätzt hatten. Dennoch spricht zum Beispiel Javier Lodeiro, Analyst bei J. Safra Sarasin, von schwachen Quartalsresultaten.» Naja, vielleicht gibt mir ja jemand Nachhilfeunterricht für finanzwirtschafliche Absurditäten. Denn eine Logik, die in einem Rekordergebnis eine Neigung zur Schwäche oder in einem Mehrgewinn von 154 Millionen Franken gegenüber des erwarteten Erlöses einen Abbau sieht, leuchtet mir irgendwie nicht ganz ein …

Sigi Scherrer,
Landstrasse 79, Vaduz

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