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Leserbrief

Ende?

Kurt Gstöhl, Festspielstrasse 22, Eschen | 25. Januar 2023

Am Dienstag, den 22. November 2022, war im «Vaterland» von unserem Gesundheitsminister Manuel Frick Folgendes zu lesen: «Von einem Ende der Pandemie zu sprechen, wäre allerdings noch verfrüht.» Weiter war zu lesen: «Es ist zu beachten, dass die Weltgesundheitsorganisation die Pandemie ausgerufen hat. Nur sie kann diese offiziell für beendet erklären.» Anscheinend ist es einem souveränen Staat wie Liechtenstein nicht möglich, eine Pandemie zu beenden, auch wenn sie keinerlei Gefahr mehr für die Bevölkerung darstellt. Auch im «Volksblatt» vom 7. Januar, unter dem Titel «Rück- und Ausblick mit den Parteien» wird kein Ende der Pandemie in Aussicht gestellt. Die wichtigsten Themen waren unter anderem der Krieg in der Ukraine, die Flüchtlinge, die Energiekrise und die Klimastrategie. Die Coronamassnahmen, die das Leben unserer Gesellschaft radikal verändert haben, wurden von den Grossparteien kaum erwähnt. Einzig von DpL-Parteipräsident Thomas Rehak und Kevin Schönheinz vom MiM-Vorstand wurde die Coronakrise thematisiert, die uns immerhin seit drei Jahren mit meist sinnlosen Massnahmen konfrontiert hat und die Gesellschaft in gute geimpfte und unfolgsame ungeimpfte Mitbürgerinnen und Mitbürger gespalten hat. Dabei wurde uns versichert, dass einzig durch die mRNA-Impfung wieder Normalität einkehren wird. Nun hat sich herausgestellt, dass der Impfstoff zum Zeitpunkt der Einführung nie darauf getestet wurde, die Übertragung des Virus zu stoppen. Der Impfstoff konnte weder eine Ansteckung noch eine Weitergabe an andere verhindern. Das entzog der Einführung eines Covid-Zertifikats jegliche rechtliche Grundlage und führte zu massiver Diskriminierung ungeimpfter Personen, die völlig grundlos vom öffentlichen Leben ausgeschlossen wurden. Gerne zitiere ich die NZZ vom 5. Januar 2023 von Stephanie Lahrtz, Redaktorin im Ressort Wissenschaft und Technologie: «Warum so feige, liebe Politiker? Ihr dürft getrost das Ende der Coronapandemie verkünden.» Offenbar fällt es aber den Politikern immer noch schwer zu begreifen, dass die Pandemie keine Bedrohung mehr für die Öffentlichkeit darstellt. Es ist an der Zeit, die Pandemie, die für den grössten Teil der Bevölkerung nie eine ernsthafte Gefahr war, endlich offiziell zu beenden.

Kurt Gstöhl,
Festspielstrasse 22, Eschen

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