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Leserbrief

Vaduz quo vadis?

Überparteiliche IG für den Erhalt des Restaurants Mühle Vaduz: Dr. Gert Risch, Karlheinz... | 3. Dezember 2022

Vaduz hat in den letzten Jahren die Gasthäuser Real, Engel, Lett, Café Amann und Falknis verloren. Unser Anliegen war und ist, den Landgasthof Mühle als letztes Restaurant im Ebenholz/Mühleholz zu erhalten. Das wurde 2017 dem Verkäufer und Erbauer der Mühle von der Gemeinde zugesichert, wie dieser mehrfach bestätigt hat: «Es war wie ein Schlag ins Gesicht.»
Auch im Gemeinderatsentscheid vom 3. Oktober 2017 heisst es: «Der derzeitige Eigentümer ist im Sinne seines Lebenswerkes an einer Weiterführung des Restaurationsbetriebes unter neuer Leitung sehr interessiert (…). Für den Restaurantbetrieb wäre eine lückenlose Weiterführung unabhängig der Eigentumsverhältnisse betriebswirtschaftlich sehr von Vorteil (…).»
Andere Gemeinden wie Balzers, Gamprin-Bendern und Mauren haben ihre Traditionslokale für die Einwohner erhalten und verpachtet. Die Seveler sagten am Dienstag an der Bürgerversammlung Ja zur Überbauung des Areals «Drei Könige». Fehlt Vaduz das Geld, wo doch ohnehin die Investitionen seit Jahren auf sich warten lassen?
Gemäss Leserbrief der FBP-Fraktion Vaduz vom 1. Dezember wird die Mühle zuerst abgebrochen und dann «werden in den kommenden Monaten Projektmöglichkeiten abgeklärt»! Dazwischen mache «es aus heutiger Sicht Sinn, das Grundstück zu begrünen»! Wir «waren an den damaligen Verkaufs- und Vertragsverhandlungen nicht beteiligt und können dazu keine Aussagen machen», schreibt die FBP-Fraktion weiter. Einige, wie Manfred Bischof, Philip Thöny und Priska Risch-Amann, waren aber 2017 schon im Gemeinderat und kandidieren erneut. Zuerst die Mühle für 1,3 Millionen, Franken abreissen und begrünen um sich dann Gedanken über die Nutzung zu machen? Warum das traditionelle Restaurant und den Mühle-Saal abbrechen, bevor ein Plan besteht? Warum den im März 2023 neu zu wählenden Gemeinderat vor vollendete Tatsachen stellen, statt ihm eine Chance zum Erhalt der Mühle zu geben?
Wir ersuchen Bürgermeister Manfred Bischof und den Gemeinderat, dem Vorbild anderer Gemeinden zu folgen, die Zusagen von 2017 einzuhalten und mit allen Interessenten über Lösungen zu reden, bevor 1,3 Millionen Franken vergeudet und Chancen vertan sind. Zu viele Häuser wurden schon abgebrochen, denen heute noch nachgetrauert wird.

Überparteiliche IG für den Erhalt des Restaurants Mühle Vaduz: Dr. Gert Risch, Karlheinz Heeb, Markus Meier, Karlheinz Ospelt, Ernie Walser.

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