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Leserbrief

Aufbauhilfe

Sigmund Elkuch, St. Florinsgasse 18, Vaduz | 24. November 2022

Mit einem Bruchteil der Kosten, welcher die Zusammenkunft bezüglich Aufbauhilfe in der Ukraine im Tessin gekostet hat, könnten Tausend Bauhandwerker-Lehrlinge ausgebildet werden. Aber zur Zeit wird über den Paragraphen «S» wie Saudumm anstatt «L» wie Lebenshilfe oder Lernende für die Aufenthaltsbewilligung debattiert. Welcher Unternehmer stellt ukrainische Lehrlinge ein, die eventuell nach ein bis zwei Jahren das Land verlassen müssen. In Liechtenstein ist es vermutlich nicht anders. Anno 25, wenn der Krieg vorbei und Putin nicht mehr im Amt ist und ein sogenannter Marshallplan mit Milliardenzuschüssen zum Aufbau der Ukraine gesprochen wird, (ein Viertel davon wird erfahrungsgemäss durch Korruption verschwinden) beginnt ein Bauboom der seinesgleichen sucht. Da sind gut ausgebildete Bauhandwerker, die mit Bagger, Kelle, Gerüstbauten, Hammer, Schraubenzieher und Baustellensicherheiten umgehen können, dringend gesucht. Vom Landvermesser bis zum Küchenbauer. Auch Liechtensteins Bauhandwerker suchen händeringend Lehrlinge. Also suchen wir 100 willige junge Leute aktiv in der Ukraine, die bereit sind, spätestens zwei Jahre nach Beendigung der Lehre wieder in ihre zusammengebombte Heimat zurückkehren, um für den Wiederaufbau ihren Beitrag zu leisten. Das Ganze kostet die Staaten in der EU nicht viel, aber der Nutzen ist für alle Beteiligten unbezahlbar. Wenn Westeuropa so 100 000 ukrainische Lehrlinge ausbildet, ist das eine kostengünstige echte Aufbauhilfe.

Sigmund Elkuch,
St. Florinsgasse 18, Vaduz

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