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Leserbrief

Regierung vertritt die Interessen der Casinobetreiber

Helen Marxer, Floraweg 19, Vaduz | 7. Oktober 2022

Mit einem taktischen Griff in die Trickkiste will die Regierung der Initiative «Casino-Verbot» den Wind aus den Segeln nehmen. Das Moratorium bis 2025 löst das Problem aber nicht. Die Spielsucht zerstört weiterhin Existenzen, bringt Leid in Familien und zwingt Gemeinden, z.B. in der Schweiz, Spielsüchtige, die inzwischen zu Sozialfällen geworden sind, mit Steuergeldern zu unterstützen. Die Steuerzahlenden gleichen also aus, was die Casinos an den Zockenden verdienen. Natürlich weiss ich auch, dass nicht alle unterstützt werden müssen. Mit den Ungesperrten aus der Schweiz haben die Casinos schon viel Geld eingenommen und das wird weiter so gehen, sagte doch Sabine Monauni an der Pressekonferenz vom 5. Oktober, es brauche Zeit für die Sperrlisten.
Wir können davon ausgehen, dass Monaunis folgende Aussagen der Ansicht der ganzen Regierung entsprechen: «Wir sollten Casinos als solche nicht verteufeln, sie sind ein relevanter Wirtschaftsfaktor, generieren Arbeitsplätze und Einnahmen für den Staat». Weiters meinte sie « … ein komplettes Spielverbot ist nicht zielführend.» Und ob es das ist! Ein «Casino-Verbot» ist sehr zielführend, während die Regierungslösung das Problem nur in die Zukunft verlagert. Weiterhin verursachen Casinos soziale Probleme und weiterhin gibt es noch keine Sperrlisten für Schweizer/-innen. Bald werden wir acht Casinos haben. Ab 2025, wenn das Moratorium abläuft, können weitere Casinolizenzen vergeben werden. Also Casino-Initiative unterschreiben und Ja stimmen.


Helen Marxer,
Floraweg 19, Vaduz

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